Band 
Erster Theil.
Seite
592
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592 Zusätze aus Pococks Beschreibung von Egypten.

daß diese sage ungemein wohl mit dem ^»erodotus zutrist, als welcher stgt, Babylonliege gerade gegen die Spihseulen über.

Memphis. Man weis aus den alten Schriftstellern, daß Memphis fünfzehn tausend Schrit-te §) von dem Delra, und fünftausend von den Spltzstulen, entlegen gewesen ist; daßes gegen Mitternacht und Abend an einen See, gegen Morgen an den Nil selbst gestos-sen; daß ferner ohngefar auf ztvolf tausend Schritte weit gegen Mittag ein grosser Damzu dem Ende aufgefüret worden, wodurch der Nil sein altes Bette verlassen müssen, inwelchem er unten an den Hügeln gegen Abend hingeflossen, und die niedrigen Landereiennicht selten überschwemmet, und mitten zwischen den Hügeln gegen Morgen und Abendseinen sauf nemen müssen ?).

Die wahre Lage von Memphis und die Steinhaufen desselben, wird man in derGegend selbst vergeblich suchen.: nachdem ich aber mit vieler Aufmerksamkeit und Sorg-falt die alten Schriftsteller durchsucht, so hatte ich wol Lust, es in die Nachbarschaft von Mo-cane zu setzen. In diesem Namen nemlich erscheinen noch einige Spuren des NamensMoph, womit dasselbe in den heiligen Scribenten pflegt belegt zu werden; und auf der' Südseite der Ebne, durchweiche man nach Faiuirld geht, sind noch Sandhügel übrig, diesich, wo ich nicht irre, noch als Ueberbleibsel von dem abgedachten Damme Herschreiben.

A«mthus. Acamhus, das bey dem Strabo vorkämt, habe ich bey Ofman gesetzt, ohnemich um die Rechnung des ptolemaus zu bekümmern, der esCanrhonnennet; ersetzt,daß es zehntausend Schritte von Memphis gegen Mittag liege.

Dacchis. Der Verfasser der chrpstmrhisci)en Karte scheint sich in Bestimmung der Lage der

Städte hauptsächlich an die Aenlichkeit der Namen gehalten zu haben; z.E. hält

er für Bacchis selbst, und setzt es an dem Ioftphscanal bey Bahnesa, vierzig raufendSchritte von dem See Möris, an dessen Ufer es, nach des prolemäus Bericht, gestan-den haben sol.

Selinon. Siehet man auf die Aenlichkeit des Namens, so dürfte man wol an Selinge Se-linon erkennen; an welcher Stelle noch einiger Schut vorhanden seyn sol. Indessen istdie Entfernung zuwieder, die es nach der Reisebeschreibung von Panopolis haben sol, sojetzo Akmin heist.

Memnonium. Die Gegend der Stadt Theben, so Memnonium genant wurde, ist meines Trach-tens bey Medinet Abou zu setzen, welches Wort Papastadt oder die Stadt des Vatersbedeutet; welchen Namen Memnon vieleicht bey dem gemeinen Man gefüret haben mag.Hieher ist die Stadt Papa in der Reisebeschreibung zu rechnen: und da das Wort Abbaoder Abbou von den ersten Zeiten her Vacevangedeutet hat; so möchte man, nach meinemErmessen, darin wol das Stamwort der Stadt Abydus antreffen, die unweit prolemaismitten im Lande liegt, und welche ein sehr grosser Memuonspallast merkwürdig macht.

Die Beschreibung des Canals, auf welchem die ziemlich grosse Insel Edfou vorkamt,habe ich aus der sicardischen Karte genommen; nach eben derselben habe ich auch dieWeite der gedachten Insel von (Dmbogezeichnet, welche Entfernung vieleicht zu kleinge-raten

, x) Nahe bey liegt auch Memphis selbst, der kö-nigliche Sitz der Egypter. Denn von dem Deltabis an diese Stadt ist nur eine Entfernung vondreyen Schönen oder egyptiscken Feldweges. - -Wenn man 40 Stadien von der Stadt weiter fort-geht, kömt man an eine bergige Anhöhe,, auf wel-

cher viele Spihseulen stehen. 5^-1.17^808.809,§) Memphis liegt in dem schmalen Theile vonEgypten. Ausserhalb der Stadt hat man gegenMitternacht und Abend einen See aus dem Stro-me abgegraben, denn die Seite gegen Morgen UM-giebt der Nil selbst. I. r c.