Band 
Erster Theil.
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Erste Abhandlung/ von der Erdbeschreibung Egppteus. M

die nach dem Augenschein, nicht aber auf Hörsagen gezeichnet sind, und ich in Händen ge-habt habe, wie ich mich zu Venedig aufhielte, als in welchen der See Sirbon als einMeerbusen aufgezeichnet ist. Es ist noch zu merken, daß Grrabo , wo er einige Merk-würdigkeiten von diesem See beibringet, selbigen von dem todten Meer nicht gnug un-terscheidet.

In der »«gedruckten Karte liegt Tarabez an dem Morgenufer des pelufrschen Chabrien.Ausflusses. Ich glaube, daß eben der Ort dadurch angezeiget werde, wo Chabrien ge-legen hat; welches, eben wie Gerra, nach Grrabons Bericht, in einer niedrigen undsumpfigen Gegend gestanden hat. plinius halt Chabrien vor eine Festung.

Hier kan man einen Feler in des Anroninus Reisebeschreibung bemerken, als dessenRechnung, daß nemlich pelusrum zweihundert und dreizehn tausend Schritte von Ale-xandrien. entfernet sey - unstreitig zu gros ist.

peluslum heist auf der chryjanchischen Karte Attineh; es ist demnach die Abiei- Pewsimntung des Namens in beiden Sprachen, nemlich der griechischen und arabischen, einerley ;denn Eine bedeutet im arabischen, und im griechischen, so viel als Koth.

Auf der Reise von dem Nil nach Mahalla kam ich auf halbem Wege, welcher Verschieden«zweitausend Schritte ausmacht, über einen kleinen Canal, so aus dem grossen abgeleitet ist,der bis nach Borlom reichet. An dem mitternächtigen Ufer desselben ist ein Flecken zu se- »hen, und fast an eben dem Orte hengt er mit einem grossem zusammen, der sich nach Thra-kien wendet. Auf dem Ufer des gedachten grossem Canals war ein Weg, ohngefär vonzweitausend Schritten: nachdem wir denselben zurückgeleget hatten, füren wir meinemKahn darüber, und nachgehends noch über einen andern, der mit einer Brücke von Qua-derstücken versehen ist, an der Morgenseite der Stadt Mahalla. Von hieraus gehet derWeg gegen Nordosten nach Baalbair, etwa aufneuntausend Schritte weit. Von bannenkömt man an das Abendufer des vorhin gedachten Canals, und hemächst füren wir wie-der mit einem Kahn über einen andern, und endlich kamen wir über den vierten durchein« seichte Gegend desselben, zu Fus. Ohngefär zweitausend Schritte weither, da kömt manan einen grossen Strom, der unterhalb Gemmenud aus dem Nil abgeleitet» ist, und sichan der Morgenseite des Sees Brulos ins Meer ergiest. Die Anwoner haben ihm denNamen Thabanea gegeben; ich solte aber glauben, daß es eben der mendesische sey, deraus dem phamischen abflos, daher ich ihn also benant, und wo ich nicht irre, darin desHerodorus Meinung getroffen habe.

Auf dieser Reise habe ich nur die Mündungen der Ströme aufgesucht, und bin nichttief ins Land hineingekommen ; sondern habe mich begnüget, das obige zu bemerken, wieich denn nicht Nachricht genug gehabt habe, daß ich mich unterstehen dürfte, in Anse-hung des Laufs der Nilarme das geringste zu ändern.

Es wollen zwar einige Spuren von Babylon in dem alten Cairo selbst suchen; Babylon,allein sie kommen im folgenden Umstände mit dem Grrabo °) nicht überein, wenn die-ser sagt, vom Nil nach Babylon müsse man bergan gehen: da hingegen zwischen demNil und dem alten Cairo eine Ebene von tausend Schritten befindlich ist. Ich wolte da-her Babylon lieber auf den Hügel Jehusi setzen, der bey Alrcairo gegen Südosten lieget,und worauf noch jetzo Ueberbleibsel von verfallenen Gebäuden zu sehen sind; es kömt hinzu,

daß

o) Von der Residenz bis an den Mtstrom er- der und Wasserkünste das Wasser aus dem Flusse INstreckt sich ein Hügel, durch welchen allerhand Rä- die Höhe füren. Lcrsko l, ,7 ?. 8c>7<