Band 
Erster Theil.
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Andere Abhandlung, von den Spihseulen. 59z

raten ist; weit jedoch meine Anmerkungen nichts gewisses enthalten, dem ich zulänglich trau-en tönte, so habe ich auch nichts ändern mögen.

An dem roren Meer sind zwey Häfen, mit Namen Cosseir, angedeutet, wovonjedoch keiner zum Aufenthalt der Schiffe sicher ist; an dem neuen, der am weitesten gegenMittag liegt, hat, wie ich glaube, Berenice gelegen. Wenn man weiter gegen Mitter-nacht schiffet, kömt man auf einen andern sehr bequemen, Namens Hamrosse, zu. Ichweis nicht eigentlich, wie weit er von Losseir entfernet ist, und kan daher auch nicht sagen,ob er mit dem alten Hafen Leucus oder Myos übereinkämt.

Anderes Stück

oder

Abhandlung von den Spitzseulen.

^ie merkwürdigsten Spitzseulen, deren die Alten erwenet haben, müssen, zufolge die-Aus Pacvcksser Nachricht, bey Memphis gegen Nordwesten gestanden haben; jeßo nent man Dcschr.^nE-sie die Spihseulen von Gize, und nach dieser Beschreibung der Alten liegen sie nach dem S-4iGipfel der Hügel zu. Denn da die niedrigen Hügel sich aufder Abendseite des Delta undnicht weit von diesem Platz gegen Südosten erstrecken: so gingen sie etwa zwey Meilenweiter gegen Morgen, und wandten sich darnach gegen Mittag, da denn die Spitzseu-len gegen den Nordostwinkel gebauet sind; und rechnet man, daß die Hügel ohngefärhundert Fus hoch über die Ebene liegen, und aus eben solchen Steinen bestehen, wor-aus die Spihseulen aufgefüret sind. Bey Untersuchung der Spihseulen, und wie ich diegrosse Spihseule von dem Gipfel an besähe, machte ich einen Ris davon und von den her-,um gelegenen Gräbern. Und eine ziemliche Zeit, nachdem ich Egppren verlassen hatte,kam ich auf die Gedanken, man möchte wol etwas regelmäßiges im Sinne gehabt haben,wo nicht bey Erbauung der ersten grossen Spihseule, wenigstens eine Zeit hernach, daman angefangen die zweite zu bauen: und wo ich in dem Ris etwas zugesetzet habe, umihn regelmäßig zu machen, da ist das Gebäu vermutlich zerstöret; oder es mag auch, wel-ches warscheinlicher ist, von einem Könige als ein unausgefürter Entwurf angelegt seynder von seinen Nachfolgern ausgefürt werden sollen. Da jedoch dieses alles in einer blos-sen Mutmaßung bestehet: so mag ein jeder davon urtheilen, wie es ihm gut dünket. DieGräber um diese grosse Spihseule herum sind darin von den kleinen Spihseulen unterschiedendaß sie mit keine,n Schatten gezeichnet sind. Die meisten von diesen Spihseulen sind gar sebrverfallen, und bey etlichen unter denselben habe ich nur daher geschlossen, daß es welche wärenweil sie viereckt, und hoher als die Gräber sind, und Schur um sich herum haben. DieseGräber sind länglich viereckte starke Gebäude, die zwey bis drey Fus über den Boden er-haben sind; und ich habe in einigen unter denselben mit Sand gefüllte Löcher gesehen mit-telst welcher man ohne Zweifel zu den Zimmern hinabgestiegen ist, wo man die Todten hinge-legt. Es mögen dieselben etwa die Grabstellen der nächsten Bedienten, oder vielleicht eini- S. 42.ger Verwandten derer Könige seyn, die in den grossen Spihseulen begraben worden. Es kanauch seyn, daß die Verwandten unter diesen kleinen Spihseulen begraben werden dursten;welches vieleicht eine Ehre seyn mochte, die andern nicht erlaubet war. Die mit 1 bezeich-neten sind blosse Löcher, vermutlich aber Gräber gewesen, die man zerstöret und aufgegrabenhat, um zu sehen, ob etwa Schätze darin zu finden seyn.

rl.w.H. r Theil. F ff f Wenn.