Band 
Erster Theil.
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Z94

Zusätze aus Pococks Beschreibung von Egypten.

Wenn es an dem ist, wie man glaubt, daß die Spitzseulen mit einem harten Stein»der Marmor überzogen gewesen sind, den man aus den arabischen Gebirgen geholet, wo-selbst es dergleichen Steinbrüche, nahe am roren Meer, giebt: so mus es eine sehr müsameArbeit gewesen seyn, die Baumaterialien an diesen Ort zu bringen. Herodoms") bemerkt,man habe einen Dam von Steinen fünf Feldweges lang, fünfzig Fus breit, und an einigenStellen vierzig Fus hoch gemacht; wiewol dieses letzte ein Versehen zu seyn scheint, dafernnicht etwa eine Brücke von der Höhe aufdem Wege unsers Verfassers Ausdruck rechtfertiget,der hinzusetzt, er sey von polirten steinen verfertigt, die mit Bildern von Thieren verzieretworden; welches vieleicht nur an einigen besondern Stellen geschehen seyn mag. Dieses war,seiner Meinung nach, eine nicht viel geringere Arbeit, als die Erbauung der Spitzseulen.Die Steine mögen auf dem Canal, der ohngefär zwey Meilen weit gegen Norden von denSpitzseulen fliest, und von bannen zum Theil über diesen ausserordentlichen Dam fortge-bracht seyn; denn gegenwärtig findet sich an der Seite ein Dam, der sich ohngefär auftau-send englische Ruten in der Länge erstrecket, zwanzig Fus breit, und aus gehauenen Stei-nen erbauet ist. Da seine Länge mit des Herodotus Nachricht so wohl zutrist: so ist dieseseine wichtige Bestätigung, daß der gedachte Dam seit der Zeit erhalten ist, ohnerachtet ei-nige Baustücke daran verändert seyn mögen; indem jeßo alles aus Quadersteinen gebauetist. Er ist auf beiden Seiten mit halbrunden Strebepfeilern bevestiget, die ohngefär vier-zehn Fus im Durchmesser haben, und dreißig Fus von einander stehen. Von Mitter-nacht an zu rechnen, sind ein und sechzig dergleichen Strebepfeiler daran befindlich. . Sech-zig Fus weiter wendet er sich auf eine kurze Strecke gegen Abend, und alsdenn komt eineBrücke von ohngefar zwölf Bogen, zwanzig Fus weit, und diese ruhen auf Wiederlagen,so zehn Fus breit sind. Ueber hundert Ruten weiter stehet eine andere dergleichen Brücke,jenseit welcher der Dam etwa hundert Ruten gegen Mittag fortgehet, und.sich ohngefär eineMeile von den Spitzseulen endiget, woselbst der Boden Höherist. Weil die Gegend, wor-über der Dam gefüret ist, niedrig liegt, und das Wasser lange Zeit bis an denselben stehet:so scheinet dieses die Ursache zu seyn, warum man diesen Dam anfänglich verfertiget, undnachgchends in baulichem Wesen unterhalten hat. Gegenüber, wo ich nicht irre, giebt eseine Anhöhe, die zu Fortbringung der Steine gar bequem ist; wie in dem Ris bey 6 an-gedeutet ist. Der Hügel gegen Morgen von diesem ist auf der Mitternachtseite sehr gähe,und man steigt mit, äusserster Beschwerlichkeit auf dem Wege L hinan, der einen gegen diegrosse Spitzseule ^ über hinbringet, die auf dem Nordostwinkel des Hügels L lieget.

P»«oS De« Von hier gingen wir zwey Meilen weit nach der grossen Spitzseule ?, Il-Herem-M. S- 5 ». Elkebere-El-Barieh, die grosse Spitzseule gegen Mitternacht genant. Weil rund umdie Spitzseule, von welcher die äussersten Steine abgefallen sind, Steinhaufen liegen, und ichkeine Instrumente hatte, den wagerechten Boden zu nemen: war ich genötiget, die Spitz-seule in der Ferne zu messen, wobey ich den Winkeln gegen über anfieng, welches freilichso sicher nicht ist; indessen fand ich auf diese Weise siebenhundertund zehn Fus an der Mit-

tev-

Unter dieser schweren Arbeit verflos dem er'am höchsten ist, acht Klafter. Er istVolke eine geraume Zeir, indem der Weg allein zehn litten Steinen erbauet, mit eingehauenen DUoernJahre kostete, auf weichem sie die Steine herzu von Thieren. Auf diesen Weg und auf die unter-Weiften, und den sie selbst erst auffüren wüsten, irdischen Gebäude an dem Hügel, auf welchem dieEin nicht geringeres Werk, nach meinem Dediin- Spitzseulen stehen, wurden zehn verwandt,ken, als die Aufbaunng der Pyramide selbst. Denn Erlegte sich diese Grabstellen auf emer ^nsel an,die Länge desselben beträgt fünf Stadien; die Brei- Nachdem er einen Canal aus dem Nil hinein gelei-te zehn Klafter; die Höhe aber, an dem Lrt, wo ter. ü-r-L l.r c.lrg»