Band 
Erster Theil.
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Andere Abhandlung, von den Spitzseule» zyz

ternachtsseite, und sechshundert und neunzig an der Morgenseite; wie ich es aber mitSchritten mas, kam die Ausmessung an der Mitternachtsseite nur auf sechshundert zweyund sechzig und einen halben Fus; daß also wol ein Feier mit untergelaufen seyn mag:wiewol die Mitternachtsseite, an dem Gipfel gemessen, zwanzig, und die Morgenseite nurfunfzehen FuS beträgt; weshalb ich fast glauben solte, das Mas, so ich aufgenommen habe,sey ganz richtig, nach welchem die Mitternachtöseite breicer ausfält. Es sind hundert undsechs und fünfzig Stufen, von zwey bis drey Fus hoch, daran; die untersten Stufen sind ohnge-fär drey, die übrigen meistens zwey Fus, und ohngefar zwey Fus breit. Mit dem Qua -draten fand ich sie ohngefär dreihundert fünf und vierzig Fus hoch; welches eine Höhe vonzwey Fus vier Zolle vor jede Stufe ausmacht, wenn man sie alle gleich hoch annimt, einein die andere gerechnet. Die Spitzseule scheinet, nach der Ausmessung auf dem Gi-pfel, mit einem spitzigem Winkel sich nach Mitternacht und Mittag zu neigen, als sie ge-gen Morgen und Abend thut, woselbst die Stufen wol etwas breiter sind, so daß dieseSpitzseule, allem Ansehen nach, so breit ist, als die grosse zu Gi;e. Denn wenn man dieStufen nur zwey Fus breit rechnet; wiewol ich glaube, daß einige darunter gegen Morgenund Abend breiter seyn müssen: so hält die Mitternachtseice nach dieser Rechnung sechshundert vier und vierzig Fus: und ein Reisender, der, dem Ansehen nach, diese Spitzseule meinet, welche er die Spitzseule von Rhodope und die gröste unter den fünfzehn in dieserGegend befindlichen nennet, hat vermutlich seine Ausmessungen nach der Zahl und Mas derStufen genommen. Dieser nun sagt, daß sie sechshundert zwey und vierzig Fus ins Ge-vierte halte, und dreihundert sieben und zwanzig Fus hoch sey, und thut von hundert achtund vierzig Stufen Meldung; da dis aber französische Fus sind, so werden die Ausmessun-gen ziemlich genau mit denen übereinkommen, die ich gegeben habe. Die Einfassungs- oderäusseren Steine sind sechs Fus lang, und gehen ohngefar vier Fus weit hervor. Ich fand,daß diese Steine zwey Fus zehn Zol auf ihrer schrägen Fläche hatten, wobey sie zwey Fussechs Zol dick waren.

Es ist zu merkei'., daß, wenn die Stufen der zweiten Spitzseule zu «Vize gefüllet worden,wie in der sechzehnten * Kupfer-tafel vorgestellet ist, diese Art, den Bau zu volfüren, *AlhierdLdie bequemste gewesen, daß sie ihn bey dem Gipfel angefangen: weil sie es aber nachgehends ^uute.bequemer finden mochten,die Bekleidung unten anzufangen; so mag man diese Weise, die Stei-ne zu legen, daß sie nemlich vier FuS weiter als die Stufen Herausstehen, als ein beque-meres Mittel angesehen haben, eines Theils, weil es zu einer geräumigern Flache zum arbeiten,und die Materialien in die Höhe zu bringen, Anlas gegeben; andern Theils, weil die Steine,wenn sie aufdiese Weise gelegt werden, sich wirklich weit besser mir einander verbinden.

Diese Spitzseule ist von eben solchen Quaderstücken gebauet, als die übrigen, abermit einem schönen harten Steine bekleidet; indem die äussere Decke noch an verschiedenenStellen vorhanden ist, wie aus den Aufrissen in der neunzehnten Kupfertafel erhellet.ist die Abend- L die Morgen- L die Mitternachtseite. Der Boden ist aufderMitternachr-ingleichen auf der Morgenseite sehr erhaben, auf der Abcndseite aber am niedrigsten. Ineiniger Entfernung gegen Mittag und Abend ist der Boden hol, eben wie es gegen Mit-ternacht und Abend bey der grossen Spitzseule, die von dieser gegen Mittag liegt, beschaf-fen ist. An diesen Stellen hat man vermutlich die Steine zu Erbauung der Spitzseulengebrochen.

An der Ml'tternachtsser'te, ohngefär auf ein Drittel des Weges, wenn man hinauf- -> Ffffs steiget,