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lind ist) zu sagen, Sandrart bade solche Zeich»nung tbeuer verkaufen wollen: denn er handel-te mir H.^ndzerchmmgen. Man steht mir Bedauern,wozu einen sonst geschickten Mann der Geist des Wi-dersprüche, und mißgünstiger Eigensinn verleitenkann. Ich ww've diese dreyfachen Unwahrheiten mitdem 7zjährigen Aller des Hn. v. Hcincke entschuldngen, wenn es entschuldiget werden könnte, einen ehr-lichen Mann frecher Weift zu einem Betrüger zu ma-chen, und wenn Hr. v.Hcineke sich nicht bereits ebenso in seinen Nachrichren von Äunsisachen, I Th. S.277 an der Asche unsers rechtschaffenen Knorrs ver-sündiget härte, wofür ihn aber dessen Erben in ihrerEhrenrettung nachdrücklich abgefertiget haben. Erst-lich ist es Lüge, und ein lächerlicher Parachronismus,daß diese Zeichnung des Correggio von Sandrart inda? Peaunische Museum verkauft worden. DerStifter sammlete die Handrissc m Bologna, und starb1616, da Sandrarr zehn Jahre att war. Nachherist kein Blatt weder von Kupferstichen, noch vonHandzeichaungen in daS Kaoiner.gekommen, bis aufden jetzigen Herrn Besitzer,■ der eS mit einem herrli-chen Dürer und Rubens, und die Kuvftrsiichsammlungm>. eüichcn auserlesenen Blarrcrn vermebrte. Zwcy-tens würde Sandrart, der ein Ri'tcrgut besaß, el-ues Z> lchnungöblakts wegen das crimen falfi began-gen haben? Ich glaube er hatte es nicht um dieganze Welt gethan, geschweige um ein paar Thalerwillen. Drittens handelte der große Sandrart niemalsmit Gemälden oder Zeichnungen, um Geld zu machen,
sondern