Benz. Bergius. 91
Rechte. Im folgenden Jahr 1729 kam er in das Collegium derHerren Aovocaten. Er iſt ein vortreflicher Muſicus, beſondersauf dem Claviere, und hat auch ſchon vieles mit Beyfall componirt.
Benz(Wolfgang) ein Nuͤrnbergiſcher Geiſtlicher, ſtudiertein Aledorf und diſputirte daſelbſt 1668 unter J. CE. Duͤrren de lu-cta ſpiritus et carnis. Er war zuerſt Pfarrer in Etzelwang, undzwar von 1673 bis 1684, dann wurde er Pfarrer in Kerchenſit-tenbach, und endlich 1694 den J Jun. Pfarrer in Graͤfenberg,wo er den 14 May 1706 im 61 Fahr ſeines Alters, und im 3ꝛſtenſeines Amtes verſchieden iſt. Wir haben eine Leichpredigt vonihm, die den Titel hat:
Gottliebender Chriſten herrliche Praͤrogativ und Vorzug vor an-dern, bey den Exequien Herrn Cph. Gottlieb Schluͤſſelfeldersvon Kirchenſittenbach. Nrnbg. 1691. 4. Wobey auch einTrauer- und Troſt⸗-Lied von ihm befindlich iſt.
Benz(Johann Georg) des vorigen Sohn, ein Medi—-cus, wurde gebohren zu Etzelwang und ſtudierte zu Altdorf, wo—ſelbſt er auch ſich 1699 um die Doktorwuͤrde bewarb, und de caſumulieris dolore capitis periodico laborantis diſputirte. A. 1704kam er in das Collegium Medicum zu Nuͤrnberg, gieng aber vonda weg, wurde Feld- und Guarniſon⸗Medicus des Hochloͤbl.Fraͤnkiſchen Kraiſes, und ſtarb in Philippsburg 1730 im MonatJenner.
Bergius(Matthias) ein beruͤhmter Profeſſor in Altdorf,war in Braunſchweig zu Hauſe, auch daſelbſt den 25 Dec. als anWeyhnachten 1536 gebohren. Sein Vatter war M. Conrad Uein Geiſtlicher in Braunſchweig, der aber der Religion wegen ab-geſetzt worden iſt. Unſer Matthias war zu erſt in Hamburg Fa-mulus bey M. Joach. Degenner, gieng 1557 nach Wittenberg,und trieb daſelbſt die Theologie, ebraͤiſche, griechiſche und lateini-ſche Sprache, verſtund auch die beyden letztern ſowol, daß er ſiereden, ſchreiben und in ihnen die ſchoͤnſten Poeſien verfertigenkonnte. 1558 wurde er Conrettor in Halberſtadt, gieng von dar1553 wieder nach Wittenberg und 40 5 Magiſter, nach die
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