Band 
Erster Theil von A - G.
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110 Betulius. Beurer.

—.—Rectorat zu Oettingen angenommen, weil er aber ſehr verfolgetwurde, gieng er nach Noͤrdlingen, wo er nach 3 Jahren von demHerzog zu Wuͤrtemberg zum Diaconat nach Blaubeuern beruffenwurde: von dannen kam er in das Kloſter Hirſchau, und muſteauch das Kirchen- und Schul-Amt zugleich verſehen, bis er 1668nach Dußlingen und von dar nach Gundelfingen beruffen wurde,woſelbſt er den 26 Jan. 1677 verſchieden iſt. Er war ein Schuͤlerund dann ein guter Freund des gelehrten Dan. Wuͤlfers, in deſ-ſen vertheidigtes Gottes⸗Geſchick und vernichtetes Heyden⸗Gluͤcker eine gar ſchoͤne lateiniſche Epiſtel hat eindrucken laſſen. Er warein guter Poet, hat viele Gedichte verfertiget, und unter anderndas geiſtreiche Lied,

Du feiges Herz, was zageſt du und kraͤnkeſt deine Sinnen ꝛc.welches er auf beſagten Wuͤlfers Begehren gemacht, und unterdem Titel, willige Ergebung in Gottes vaͤtterliche Vorſorge, andie erſt erwaͤhnte Epiſtel hat anhaͤngen laſſen. Ob er Magiſtergeweſen, ſeye ungewiß, ſagt Wetzel, weil er nie zu ſeinem Na-men bey ſeinen Gedichten das groſſe M geſetzt habe: doch findenwir ihn in dem angefuͤhrten Wuͤlferiſchen Buche bey der Cpiſtelals Magiſter, und bey dem Liede unterſchrieb er ſich: ChriſtianBetulius, Extrgordinari Prediger und Schulen Rector in Oet-tingen, 1655. A. 1669 tratt er in den Pegneſiſchen Blumen-Oben unter dem Namen Macariſto. Im Jahr 1558 aber gaber heraus:

Andaͤchtiger Gottes-Lieder, erſtes XII. Noͤrdlingen. 12. worinndas vorerwaͤhnte Lied nicht nur auch ſteht, ſondern auch das,Ach wie nichtig ach wie fluͤchtig ꝛc. deſſen wahrer Urheber er iſt.

Siehe Wetz. Amar.

Betulius(Siegmund) ſtehe von Birken.

Beurer(Johann Ambrosius) geweſener Spital⸗Apothe-cker, ein Sohn Chriſtoph Daniels, 32iaͤhrigen Spital⸗Apothe-ckers in Nuͤrnberg, war daſelbſt gebohren den ꝛten Merz 1716.In ſeiner Jugend beſuchte er das Gymnaſium, und genoß auſſerdieſem verſchiedener gelehrter und beruͤhmter Maͤnner Mime

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