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wurde er wider alles ſein Denken Rector an der Spital⸗Schule zu
Nuͤrnberg, indem er mehr zum Pfarramte Luſt hatte. Hier 5
tete er viel tauſend Gutes, that der Barbarey groſſen Abbruch,
verbeſſerte die verdorbenen Sitten der Schuͤler, trieb mit ihnenfleiſig die griechiſche Sprache, uͤbte ſie in der Wohlredenheit durchoftmalige oratoriſche Aufzuͤge, welche faſt ganz in Abgang kom-men waren; die zu mathematiſchen Wiſſenſchafften Luſt hatten,fanden an ihm einen ſehr gruͤndlichen Anfuͤhrer, und zur Hiſtorietrug er alles moͤgliche bey. A. 1721 verheyrathete er ſich an Hrn.
Ge. Caſp. Zimmermanns, Pfarrers zu Eſchenau, un Nuͤrnber-
giſchen, einzige Igfr. Tochter, Maria Barbara, welche noch als
»Wittwe am Leben iſt. Er wurde den 2 April 1737 von einem
unvermutheten Schlaͤgfluß geruͤhret, daß er in wenigen Minuten
und im vzſten Jahr ſ. A. ſeinen Geiſt zu iedermanns Bedauern auf-gear muſte. Von ſeinem ruͤhml. Fleis haben wir noch gedrucktübrig:
Antihenoticon„ ſ. de cauſa negati Lutheranos inter et Caluinia-nos unionis ſueceſſus diſquiſitio methodo mathematica inſtitu-ta, ſo in den Unſch. Nachrichten 1714 zu finden, p. 112122und 312334.
Diſp. de ſumma Iudaeorum aſtorgia ex Mich. II, 9. Alt. 176.
Diſp. de affectuum caufſſis. Alt. 1719.
Die Welt in einer Nuß ꝛc. bis auf das gegenwaͤrtige Jahr fort-geſetzt, durch Frag und Antwort erlautert, und mit eimer rich-tigen Folge aller Regenten der ſo genannten vier Monarchienvermehrt ꝛc. Nuͤrnb. 1730 in groß 8.
Cellarius mnemonicus, i. e. ratio promtiſſima lat. linguae uocesprimigenias facile percipiendi et fideliter retinendi, oder dieallerleichteſte Art ꝛc. 1730. 8. als welches Büchl. ihm auch zu-geſchrieben wird.
Sonſt ſind noch verſchiedene Programmata von ihm bey viel-faͤltigen Ackibus Oratoriis, die er hat halten laſſen, gedruckt wor-den. Auch iſt eine Parentation von ibm auf D. Cph. Sonnta-gen, an deſſen Leichpredigt angedrückt.
Siehe Acta eccl. 2ter B. p. 451 qq.
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