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fern ſeine anabaptiſtiſche Irrthuͤmer ein. Er verſtund Ebraͤiſch,Griechiſch und Lateiniſch aus dem Grunde, und deswegen brauchteihn Cratander, und vielleicht auch Curio, als einen Correctorin ihren Druckereyen zu Baſel. Er lebte in ſonderbahrer Freund-ſchafft mit dem beruͤhmren Oecolampadio, der auch eine geraumeZeit in Cratanders Druckerey einen Corrector abgab. Von Ba-ſel kam er 1521 nach Nuͤrnberg zum Rectorat bey St. Sebald,wohin ihn ohne Zweifel Oecolampadius recommendirte, als deran dem beruͤhmten Wilib. Pirkheimer einen groſſen Patron hatte.Von dieſer Befoͤrderung in Nuͤrnberg erhielte Denk unter ſeinenAnhaͤngern nach der Hand den Namen Nurnberger. Hier be-haubtete er die wiedertaͤuferiſchen Lehren ohne Scheu, hegte auch,obgleich noch heimlich, den Irrthum von der noch zu hoffendenSeeligkeit der Teufel und aller verdammten Menſchen, nach languͤberſtandnem Leiden in der Hoͤlle. Da nun die ſich hie und da zu—ſammen rottirende Wiedertaͤufer auch in den Nuͤrnbergiſchen Ge-genden die Bauerſchafft eingenommen und aufgebracht, er aber,aller angewandten Muͤhe ohngeachtet, ſich nicht wollte weiſen laſ-ſen, wurde er endlich 1524 im Jul. in Nurnberg dimittirt, mitdem Befehl, ſich 10 Meilen weit von der Stadt zu entfernen.Hierauf begab er ſich nun nach Augsburg, breitete ſeine Grillenund Irrrhuͤmer noch weiter aus und machte ſich viele Anhaͤnger,welche von ihm Denkianer, auch wegen ihrer Meynung von Crloͤ-ſung der Teufel, Daemoniaeci genennet wurden. Herr D. Zelt-ner glaubt, daß in dem 17ten Art. der Augſp. Conf. ſonderlichauf ihn gezielet werde, und ſey die Veranlaſſung dazu von derStadt Nuͤrnberg gegeben worden, welche ſich dadurch des Ver-dachts entſchuͤtten wollen, einen ſolchen Irrgeiſt bey ſich in einemſo wichtigen Amt gehabt zu haben. Im gedachten Augsburgmachte er/ nebſt ſeinen Anhaͤngern, dem Urb. Rhegio und andernKirchendienern viel Verdruß, muſte alſo auch davon wandernund fuhr uͤberall herum, wie man ihn dann um dieſe Zeit zu Worms,Strasburg und Baſel findet. Arnold in der Kirchen- und Ketzer-Guede fuͤhrt einen Brief eines Aug ſpurgiſchen Predigers, Petri
ynoriani, an Zwinglium an, daraus Denkens Aufführung, inAugſpurg zumal, zu erkennen iſt. Denn er ſchreibt von 1526:
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