250 Dietelmair.
——
vertheidigte, und ſich ſonſt noch declamando nee non circulariterreſpondendo vortreflich geuͤbt hat. 1650 den 30 Jun. wurde erMagiſter, und erhielte zugleich, weil man ſeine Ehre und gutenNamen durch eine ausgeſtreute Schmaͤhſchrifft angreifen wollte,den 10 Jul. ein vortrefliches und ſeltenes Zeugniß der philoſophi-ſchen Faͤcultaͤt in Altdorf von ſeiner Unſchuld und Gelehrſamkeit,welches auch zu Altdorf auf 1 Bogen in 4. 1650 gedruckt iſt, wor-aus wir nur folgende wenige Worte anfuͤhren wollen: Cuius(Dietelmaieri) honeſta anteacta uita et eruditio nobis ſaepiuspublice et priuatim probata, merito Philoſophis ſatis cauſae fuit,ut illum admitterent,(ſc. ad Magiſterium) et, niſi leges aliudrequiſiuiſſent, ſtatim ſine ulteriore probatione honorum partici-pem ex uoto ſue redderent.— Verum nebuloni iſti, quifamam tuam libello famoſo arrodere allaborauit, hoc poetae da-mus: Inuidia eſt animi tinea, haec ceu uipera mordet ete. Hie-mit nun verlies er Altdorf, e ſich nach Jena und kam zu D.Muſaͤo ins Haus und an den Tiſch, gieng aber 1653 wieder nachHauſe. Noch in eben dieſem Jahr wurde er Pfarrer in Eybach,1656 Diaconus bey St. Jacob in Nuͤrnberg, 1658 bey St. Se-bald„ woſelbſt er Schaffer wurde, und endlich im 5eſten Jahrſeines Predigt⸗-Aintes den 27 Nov. 1702 als ein treuer Hirt zu ſei-nes Erzbirten Freude durch den Tod eingieng. Er war zweymalverheyrathet, einmal mit Urſula Margaretha, Hrn. Joh. Sau-berts, Pred. bey St. Sebald, Tochter, von der zu unſerer Ver-wunderung der ſonſt ſo ſehr nachforſchende Zeltn. in uit. theol.p. 183 ſagt: Quod de illa hucdum nihil ſibi innotuerit. Vondieſer Frau hatte er folgende Kinder: 1) Joh. Georg, der alsPfarrer in Woͤhrd geſtorben iſt. 2) Urſula Margaretha, die
'rn. Joh. Ge. Brendel, Rector im Spital, gehehrathet. 3)Walpurg, die Herrn Hier. Muͤller, Diac. Egid. zur Ehe hatte.Seine andere Gattin war Maria Salome, Herrn Joh. Cyph.Muͤllers, Rathſchreibers, Tochter, von welcher waren: 1) derſogleich fande Sohn, Herr Michael. 2) Fr. Dorothea,Hrn. M. Conr. Hoͤgers, Diac. Senioris Egid. Eheliebſte. Erſpielte vortreffich auf der Laute; wie denn die Kenntniß der Mu-lik ſeinen maͤnnlichen Deſcendenten erblich zu ſeyn ſcheint: ia 1veren