Band 
Erster Theil von A - G.
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258 Dieterich.

tenberg und 154 1 nach Leipzig. Er predigte mit dem groͤſten Zu-lauf und Beyfall, und war ungemein freymuͤthig in ſeinem Amte,dadurch er ſich auch 1547 einen groſſen Verdruß und die Suſpen-ſion auf einige Zeit zuzog. Sonſt war er ſehr fleiſig; wie er dennnoch in Schnufen each he die Ebr. Sprache lernte, und nichtnur viele Schrifften Lutheri heraus gab, ſondern auch viel eignesgeſchrieben hatte. Anbey war er ein beſcheidener und ſanftmuͤthi-ger Theologe, welches insbeſondere aus ſeiner Auffuͤhrung gegenden biſſigen und hochmuͤthigen A. Oſiander, der ihn immerdar inPredigten anzaͤpfte, und wegen des groſſen Zulaufs neidete, auchwegen der oͤffentlichen Abſolutions⸗Formel, woruͤber 1539 und40 geſtritten wurde, feindſeelig angrief, genugſam erhellet. Sowar er auch in ſeinen Unternehmungen vorſichtig und bebutſam,und that nicht leichte etwas fuͤr ſich; wie er z. E. die Abſchaffungder Elevation im H. Abendmal, welche noch ſeit der Reformationin Nuͤrnberg behbehalten worden, nicht ohne Beyrath Luthersund Melanchthons, 1544 am 2 Adv. Sonntag vorgenommen.(Siehe die Monim. pietatis et literar. ſel. wo P. II. p. 48. 4. einBrief ſteht, darinn Dietrich ſelbſt den ganzen Verlauf bemeldterSache an Joh. Heſſum nach Breslau ſchrieb.) Eben deswegenwurde er auch bey verſchiedenen Religions⸗-Conventen und Be-rathſchlagungen gebraucht, hat 1537 den Schmalcaldiſchen Ar-tikeln mit unterſchrieben, 1946 dem Colloquio zu Regensburg bey-

ewohnet, auch den ungeſchickten Vereiniger der Papiſten und

vangeliſchen, Ruprecht von Moshaim, zu recht zu weiſen, undnebſt Wenc. Linken, A. Oſiandern, und Thom. Venatorio, zuantworten verordnet worden, welche Antwort unter dem Titel:Der Predicanten zu Nuͤrnberg Schrifft an Ruprecht von Mos-haim Dechant zu Paſſau verteutſcht, 1539 in 4. auf 3 Bogengedruckt iſt. Seine Frau, Kunigunda Leyſin, war eine Schwe-ſter der Catharina, welche den beruͤhmten Mich. Roting zur Ehehatte. Mit dieſer zeugte er Kinder, 1) Veit, der zu Witten-berg ſtudiert, und ſich ſodann nach Koͤnigsberg in Preuſſen be-geben, wo er der Marggraͤfn Secretaͤr und hernach Spitalmei-ſter worden, endlich aber 1808 den 22 Jul. 70 Jahr alt geſtorbeniſt. 2) Paul, lernte bey Steph. Brechtel,(ſtehe oben im 2 5

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