264 Dilherr.
Theſaurum practicum Cph. Beſoldi cum additionibus ſuis hiſto-rico politico philologico- iuridicis. Nor. 1697. Vol. II. fol.
Rebuffum de decimis.
Aureum ſeculum.
Itinerarium Mich. Hamerſamii in Indiam Occidentalem.
Ir. de amore praematuro.
Conſilia adoptiua Klockii, cum ſupplementis Tomi IV. Nor.1676. fol.
Orbe nouum literatorum detectum, ſ. continuationem Beſol-dianam, cum augmento Fritſchii.
Speidelii Syllogen cum augmentis.
Ei guck lein unter dem Titel: Seel ewig! worauf er ſich ſelbſt
ezieht.
Sonſt ſind auch verſchiedene kleine Carmina und Troſt-
ſchrifften an Leichpredigten und dergleichen von ihm gedruckt.Siehe Om. Bmſc.
Dilherr(Johann Michael) ein ehemalig hochverdienterund weitberuͤhmter Theologe und Philologe, war gebohren zuThemar in der Fuͤrſtl. Grafſchaft Henneberg den 14 Oct. 1604.Sein Vatter war Hr. Johann Duͤherr, JCtus und der Fin.Saͤchſ. Regierung zu Meinungen, wie auch der Fraͤnk. Ritter-ſchafft des Orts Roͤhn und Werra, Rath und Advocat. Er wardas ste Kind unter eilfen aus dieſer vornehmen Familie, undſtammte zugleich, in Betrachtung ſeiner Großmutter, einer ge-bohrnen Schadin von Sulzfeld, aus dem Geſchlechte des beruͤhm-ten Mathematikers, Regiomontani, her. Seine Mutter, Fr.Regina, eine gebohrne Goͤtzin, ſagte auf ihrem Todbett zu ihm:„Du lieber Michel, ich ſorge fuͤr dich gar nicht; du wirſt in der„ganzen Welt Vatter und Mutter finden, allein du muſt geiſt-„ lich werden, ſonſt wirds nicht geſchehen; es wird dir zwar bis-Z weilen hart gehen, doch wirſt du wieder erquicket werden.Nach ſeiner Mutter Tod ſchickte ihn der Vatter auf das Gymna-ſium nach Schleuſingen, wo er aber von einem wunderlichen paͤ-dantiſchen Lehrer ſo hart tractirt wurde, daß er ſich entſchloß vondem Studieren abzuſtehen, wo ihm aber der damalige Conrectoralſo zugeredet:„Leber Sohn, habe noch eine Weile Gedug„ du