Dilherr. 265
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—————„ du wirſt in wenig Jahren groſſer werden, als alle deine Pra-„ ceptores. Wie nun dieſe Prophezevung in die vollkommenſteErfuͤllung gieng/ alſo wird es billig und nöthig ſeyn, daß wir in derLebensbeſchreibung dieſes groſſen Mannes etwas weitlaͤuftig undumſtändlich verfahren. A. 1623 gieng er, wiewol mit geringenMitteln, nach Leipzig, famulirke anfangs dem beruͤhmten Caſp.Barthen, darnach zweyen von Adel, wurde aber nachmals deseinen Hofmeiſter, und lies ſich auch als einen Corrector in denBuchdruckereyen daſelbſt gebrauchen, ſiehe deswegen J. C. Zelt-neri theatrum erud. correctorum p. 157. aq. Nach einiger Zeitgieng er nach Wittenberg, bald aber, weil er daſelbſt krank ge-worden, wieder nach Leipzig, und lies ſich da in roſa et ligataoͤffentlich hoͤren, wodurch er ſich bey vielen in Gunst ſetzte. End-lich wurde er 1627 mit einigen ſeiner Befreundten als elne undnach Altdorf zu gehen beruffen, wo er ſich in der Philoſophie undmorgenlaͤndiſchen Sprachen beſtaͤndig geuͤbt, Koben, Schwen-tern und Crineſium fleiſig gehoͤret, und unter dem letzten von un-terſchiedlichen Problematen in 8 Sprachen diſputirt hatte. A.1629 gieng er mit einem ſeiner Untergebnen nach Jena, wurde da1631 bon der philoſophiſchen Facultaͤt an Theoph. Arnetii Stellemit noch drey gelehrten Maͤnnern vorgeſchlagen, und zwar mit fol-gendem ruͤhmlichen Zeugniſſe: II. 0. Mich. Pilherr P. L. C. uiriuuenis in linguis et philoſophieis diſciplinis uerſatiſſimus, et adacademicam quandam profeſſionem quaſi natus.(S. B. G. Struuiiacta litteraria ex manulcriptis eruta, faſc. 8. 9. et 10. p. 281.)Aus dieſem Zeugniſſe iſt noch zu erſehen, daß er auch gekroͤnterPoet geweſen. Er erhielte auch hierauf wirklich und noch im be-ſagten Jahr die Profeſſion der Eloquenz, und 1535 zugleich derHiſtorie und Poeſie, nach dem Tod des beruͤhmten Joh. Ger-hards, ſeines ehemaligen Praͤteptors, aber noch dazu die auſſer-ordentliche Prof. der Theologie. 1635 probirte er ſich das erſte-mal im predigen, und zwar zu Ammerbach bey Jena, mit ſolchemBeyfall, daß ihn D. Maior, der ihn als ſein Kind liebte, undſeinen jungern Sohn, Joh. Tobias, ihm zur Information uͤber-gab, dahin vermochte, in Jena ſelbſt ſich oͤffters hoͤren zu laſſen,welches auch geſchahe. Er bekam hierauf verſchiedene anſchnliche
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