Band 
Erster Theil von A - G.
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269
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Dilherr. 29

—.———befoͤrdert; vornemlich aber muͤſſen wir hieher rechnen die Veran-ſtaltung des Seminarii der Candidaten des Predigt⸗Amtes,wovon des ſeel. Hrn. Pred. Negeleins Lehre vom oͤffentlichen Lehr-und Predigt⸗Amt(Nuͤrnb. 1738. 4.) in der Vorrede nachzule-ſen iſt. Nach ſeiner Gutthaͤtigkeit hat er nicht nur in ſeinem Lebenſich der armen Studenten vaͤtterlich angenommen, die Schulen zuThemar, Meinungen und Schleuſingen reichlich beſchenkt, ſon—dern auch 2 Stipendia fuͤr Studioſos vermacht. Seine herrlicheBibliotheck, die er die 30 Jahre ſeines Aufenthalts in Nuͤrnbergnoch immer und zwar bis auf 8000 Stück vermehret, vermachteer nebſt ſeinem ſtattlichen Medaillen⸗Kabinet dem Collegio beySt. Sebald, wo ſie noch bis dieſe Stunde im Pfarrhofe zu ſe-hen iſt. Die Muͤnzen hat Cph. Arnold unter dem Titel: Syllogenumiſmatum aureorum, argenteorum, aereorum etc. auf 2Bogen in 4. beſchrieben. Es lies aber Dilherr auch die Stadt-Bbbliothek nicht unbedacht; denn, wie er ſie ſchon bey Lebzeitenaus ſeinen Mitteln mit ſtattlichen Buͤchern und MScten vermehrte,ſo machte er auch noch 1000 fl. Legat, von deren Zinſen ſie nachſeinem Tod ſollte erweitert werden. Endlich 115 er mit unſterb-lichen Verdienſten den 8 Apr. 1669. Wie ſehr er bedauert undnach ſeinem Tod geehret worden iſt, erheilt aus den gedrucktenFunebribus, in welche faſt von allen Orten her eingeſchickt wor-den, und wo des beruͤhmten Henning. Witte Einſchickung be-ſonders leſenswuͤrdig iſt. Es ſind auch daſelbſt die auf ihn gehal-tene Panegyrici, der zu Altdorf von dem Prof. Cph. Molitor,der zu Nuͤrnberg von dem gelehrten Cph. Arnold, und der zuKiel von dem M. Nic. Nothhelfer, befindlich. Er war verhey-rathet mit Fr. Maria Deſchauerin, einer gebohrnen Schmidin,und pflegte aus eigner Erfahrenheit zu ſagen:„ Dieienigen, welche„„ Jen do wollen abgeben, ſollen ſich ia huͤten, daß ſie ſich kein„ Weib von der gemeinen Sorte an die Seite legen, ut quae non„ raro ſuperbire admodum ſoleant.“ Kinder hinterlies er nicht,aber deſto mehr gelehrte und erbauliche Schrifften, von welchenſchon ein Verzeichniß bey ſeinen Lebzeiten 1555 in 8. heraus ge-kommen, ferner eines an den bemeldten Funebribus ſteht, undſonſten noch hin und wieder bey ſeinen von andern gemachten Le-

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