284 Donellus.Rechte privatim abgeben konnte, und im 24 Jahr ſ. A. 1551 den17 Jul. ſowol die Doctor⸗Wuͤrde erhielte, als auch zugleich andes verſtorbenen Baro Stelle unter die Profeſſores dieſer hohenSchule aufgenommen wurde. Zu dieſer baldigen Beſoͤrderungtruge ein groſſes die Gewogenheit des Kanzlers Mich. l' Hopitalbey/ der ungemein viel auf Donellum hielte, den er aber auchbald beleidiget haͤtte, dadurch daß er den beruͤhmten Cujaciumnicht zum Collegen haben wollte. Der Streit, der zwiſchen dieſenbeyden Maͤnnern und ihrer Lehrart war, iſt bekannt, und dieſesauch nicht unbekannt, daß Donellus, wenn er vom Cuiacioſprach, ſich der veraͤchtlichen Rede bedient habe, Homo neſciocuias. Von Burges wurde unſer Doneau 1572 durch die Pa-riſer Blut⸗Hochzeit weggetrieben; er entkam auch, obwol mitFarne aller ſeiner Habe und Buͤcher, gluͤcklich aus dieſer
ebensgefahr durch Huͤlfe der deutſchen Studenten, die ihn imdeutſchen Habit fortbrachten: iedoch waͤre er einigen KatholiſchenSoldaten bald gar zu verdaͤchtig vorgekommen, weil ſie ihn keineſieben oder gar tauſend Sacramente fluchen hoͤrten. In beſagtemHabit kam er nach Lion, von daraus nach Genev, von wannenihn Churfuͤrſt Friedrich IIl von der Pfalz, auf Vorſchub ſeinesRaths, Theod. Weiers, der Donellum zu Burges gehoͤrt hat,1573 nach Heidelberg vocirte, wo ſich die Profeſſores mit Dar-leihung guter Buͤcher gegen ihn ſehr dienſtfertig bezeigten. Daßaber Donellus auch zu Orleans die Rechte gelebret, iſt falſch;denn er tam von Burges geraden Weges nach Deutſchland undmmmermehr nach Frankreich: ob er nicht etwann einmal zu Or-leans dazumalen gewoͤhnliche Gaſt-Vorleſungen gehalten, ſtehetdahin. Doch iſt auch dieſes wieder gewiß daß Donellus ein-mal auf eine Zeitlang von Burges ſeiner Sicherheit wegen ſichnach Sancerre retiriret. Inzwiſchen gieng es ihm in Heidelbergwohl, ſo lange der Churfuͤrſt lebte; mit deſſen 157 erfolgtem Ab-ſterben aber endigte ſich ſeine Ruhe; man verklagte ihn bey demneuen Churfurſten Ludwig, der den Reformirten nicht gewogenwar, ig man gieng ihm 1578, da er eben Rector war, zu Leibe.Ob er ſich nun zwar vertheidigte und von dem Churfuͤrſten ſelbſtfur unſchuldig erkannt wurde, traute er doch dem andftieder ndernondern