Band 
Erster Theil von A - G.
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285
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Donellus. 285

————äü—— w ſ— é——ſondern folgte 1579 dem Ruff nach Leiden. Er waͤre daſelbſt ver-muthlich bis an ſein Lebens⸗Ende wohl geſtanden, wenn er ſichnicht in die Leiceſtriſche Staats-Unruhe ohne Noth gemenget unddadurch verurſachet haͤtte, daß man ihm 1987 als einem Rebellenden Weg wieder zum Lande hinaus gewieſen haͤtte. Der Rathzu Nuͤrnberg hatte ſich ſchon vor etlichen Jahren nach den Doneauumgeſehen, und zwar auf Recommendation des berühmten Hier.Paumgartners, der in Burges ſein Schuͤler war: wie er nunſein Bleiben in Leiden nicht mehr hatte, ſo nahm man dieſen groſ-ſen Gelehrten in Altdorf mit Freuden auf, wie er denn auch mitgroſſen Ehren und Anſehen die Roͤmiſchen Rechte allhie lehrte,und die Commentarios iuris ciuilis zu ſchreiben anfieng, woruͤberihm aber der Tod den 4 May 1591 die Feder aus der Hand ries.Und alſo ſtarb ein Mann, deſſen Lebenslauf nicht nur voller Fa-talitaͤten und Abwechslungen von Gluͤck und Ungluͤck war, ſon-dern der auch den Ruhm hatte, daß er die Roömiſchen Alterthuͤ-mer mit einer reellen Wiſſenſchafft der natuͤrlichen und buͤrgerli-chen Geſetze verknuͤpfet/ eine zwar beſondere, doch leichte, deut-liche und angenehme Lehrart in einem netten Styl gezeiget, undeinen jeden Ort, wo er war, beruͤhmt und floriſant gemacht hat.Sein Gedaͤchtniß war ſo gluͤcklich, daß er das ganze Corpus Ju-ris ſoll auswendig gewuſſt haben. An ſeinem Collegen in Alt-dorf, Ob. Giphaͤnio, hat er eben keinen guten Freund gehabt,ſo ſehr ihm Giphanius aͤuſerlich geſchmeichelt hat.(Man ſeheHrn. D. Deinleins Anmerkung/ die wir unten citiren werden.)Nach ſeinem Tod erhielte unſer 40 iaͤhriger Lehrer nicht nur dieEhre, daß ihm ſein treuer Schuͤler und nachmaliger College,Scip. Gentilis, eine vortrefliche Lobrede hielte, ſondern daß ihmauch die Herren Curatores der Altdorfiſchen Un iverſitaͤt ein ſchoͤ-nes aus Metall gegoßnes Grabmal in die Kirche ſetzten, deſſenAufſchrifft uberall zu finden iſt. Auch iſt noch in ſeinem Leben eineMedaille auf ihn gepraͤgt worden. Er hat ſich erſt in ſeinem Exi-lio 1573 verehlicht, und zwar mit Suſanng Mondecenia, derer auf ſeinem Todbette das Zeugniß gab/ daß ſie eine kluge Frauſeye, die ſich ſelbſt ſchon Rath zu ſchaffen wiſen wuͤrde. Die al-lerbeſte. Nachricht von ſeinen Schrifften konnen wir aus dem Hrn.

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