Band 
Erster Theil von A - G.
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335
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Eimmart. 337

—— ä H—ͤ— Nmit kuͤnſtlichem Raͤderwerk verſebene Sphaͤre nach des CoperniciSinn verſertigen. Von dem Zuſtand des von Eimmart angerich-teten Nurnbergiſchen Obſervatorii gibt Nachricht Ik. Cph. lac.Glaſeri epiſtola euchariſtica ad Mart. Knorre, qua Vraniae No-ricae templum Fimmartinum, facta ſunul nouae obſeruationiscirca magnetis declinationem mentione, deſcripſit, welche nit da-zu geboͤrigen Kupfer-Figuren in Nürnberg 1691. 4. gedruckt iſt.Gleichwie er die Sonn- und Monds-Finſterniſſen und andereHimmels⸗Begebenheiten gar fleiſig obſervirte, ſo hat er auch die—ſelben in etlichen kleinen Schrifften beſchrieben, lies eine von ihmobſervirte Monds⸗Finſtermuß in die Acta Eruditorum 1687 brin-gen, und lieferte ferner in die Miſcellanea Nat. curioſ. allerhandWahrnehmungen. Nebſt dieſem iſt gedruckt von ihm:Ichnographia noua contemplationum de ſole in deſolatis antiquo-rum philoſophorum ruderibus concepta. Nor. 1701 fol. Warnur ein Entwurf eines kuͤnftig von der Sonnen-Beſchaffenheitzu edirenden groſſen Werkes/ und iſt dem Koͤnig in Frankreich.Ludwig XIV. dedicirt.

Er applicirte ſich endlich auf eine Ausfertigung neuer Globo-rum, deren Durchſchnitt einem Schuh beykame, welche aber,wie noch andere ſchoͤne Werke durch ſeinen den 5 Jan. 1705 erfolg-ten Tod nicht gaͤnzlich zur Vollkommenheit gelanget ſind. Seinegelehrte Tochte⸗„Maria Clara, die nachmals den Herrn Prof.Joh. Heinr. Muͤller geheyrathet hat, und gar fruͤhzeitig 1707 wiederderſtorben iſt, gab ihm eine Gehuͤlfn im Obſerviren ab.(Sieheunten den Titel, Wuͤllerin.) Seinen Inſtrumenten-Vorrathhat der Magiſtrat in Nurnberg erkaufft, bis auf die oben beſag-te Copernicaniſche Maſchine, welche zween verdiente Kaufmaͤnnerum 200 Thl. erhandelt und der Altdorfiſchen Bibliotheck verehretbaben. Seine MScete kriegte ſein Schwieger⸗Sohn Hr. Prof.Muller, und ietzt ſind ſie in den Haͤnden des Hrn. D. und Prof.Joh. Aibr. Spieß, allhier in Altdorf, als der das andere Chege-mahl des ſeel. Hrn. Prof. Muͤllers geheyrathet hat. Sie verdie-nen alle namhaft gemacht zu werden, weil uns gar wohl bekanntiſt., daß viele auswärtige groſſe Gelehrte immer ſich nach denſelbi-

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