Band 
Erster Theil von A - G.
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334 Eimmart.ichen. 1698 gieng er wieder nach Haus, 7 ſich aber, weil ſeinVatter geſtorben war, mehr mit der Kunſt und zwar dem Radi-ren und Kupferſtechen, als mit den Studiis, ab. 1650 zog ernach Nuͤrnberg, lies ſich da nieder, und erwarb ſich den Ruhmeines groſſen Kuͤnſtlers. Wir wollen von ſeiner Kunſt zuerſt re-den. Er verfertigte zu des Hrn. von Hochberg Davidiſchem Luſt-und Arzney⸗Garten, der 1675 in 8 zu Regensburg edirt wurde,die Zeichnungen und Kupfer in der Anzahl von 300, und gabedann mit mehrern Kuͤnſtlern einem und dem andern SandrartiſchenWerke, durch verſchiedene beygefuͤgte trefliche Kupferſtiche auchzugleich eine groſſe Zierde. 1683 wurde er von dem Koͤnig inSchweden Carl XI nach Stockholm als Hof-Kupferſtecher mitden groͤſten Verſprechungen beruffen: und ob er nun wol nicht da—hin gegangen, ſo hat er doch die meiſten ſeiner Werke, wozu ernoch einige erfunden, beym Antritt K. Carls XI auf das kuͤnſt-lichſte in Kupfer geſtochen, und unterthaͤnigſt uͤberſchickt. In derMalerey, und ſonderlich in der Kunſt mit Schmelzfarben zumalen, hatte er eine groſſe Geſchicklichkeit, und er wurde auch1674 zum Mit⸗Director der Nuͤrnbergiſchen Maler-Academiegemacht, welcher er ſodann bis an ſein Ende mit groſſem Lobe vor-ſtunde. Dabey nun ſetzte er die hoͤhern Studia nicht auf dieSeite, und fand abſonderlich an der Aſtronomie ungemeines Ver-gnuͤgen und Beyfall. Er ſchaffte ſich viele koſtbahre Inſtrumente,und erfand deren ſelbſt ſehr viele. Er hatte ſtets eine ziemliche An-zahl iunger Leute in ſeinem Obſervatorio um ſich, welche er zurPraxi anwies, kriegte auch oft Beſuch von vornehmen Gelehrtenund fremden Perſonen, welche mit groſſem Vergnuͤgen dasienigebey ihm fanden, was ſie auf ihren weiten Reiſen inn- und auſſer-halb Deutſchland vergeblich geſucht haben. Als 16888 die ſranzoͤ-ſiſchen Waffen bis an das Nuͤrnbergiſche Gebiet gedrungen, unddas ſchoͤne Obſervatorium auf der Reichs-Veſtung fuͤr eine Ba—ſtey ſollte gebraucht werden, nahm er dadurch Gelegenheit alles inbeſſern Stand zu ſetzen, und nach gehobner Gefahr das Obſerva-torium mit den vollkommenſten Inſtrumenten, Uhren und Ein—richtungen herzuſtellen. Am meiſten lies er ſich angelegen ſeyn,die Copernicaniſchen Grundſäaͤtze zu rechtfertigen, lies auch einemit