Band 
Erster Theil von A - G.
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340 Eisler.

und beſchaͤfftigte ſich mit dem Unterricht einiger Kinder. 1719 gaber, weil er es mit dem ſchwaͤrmeriſchen Tennhard hielte, ſeinBuͤrgerrecht zu Nuͤrnberg freywillig auf, und kam nach einigemHerumreiſen im Aug. 1719 nach Helmſtaͤdt, wo er viel gutes ſollgeſtifftet haben. Denn er fieng daſelbſt erſtlich mit des Magiſtratsund hernach des Hochfuͤrſtl. Conſiſtorii zu Wolfenbuͤttel Erlaub-nif aufs neue an, verſchiedene Kinder vornehmen und geringenStandes zu unterweiſen. Ueber dieſes richtete er 1735 eine beſon-dere Armen⸗Kinder⸗Schule mit einem eigenen Praͤceptor an,welche Schule hernach von des Hrn. Herzogs Durchl. nicht alleinbeſtaͤttiget, ſondern auch auf ferner gethanen Vorſchlag mit nocheiner Armen⸗Schule fuͤr die Maͤgdlein beſonders vermehret wor-den iſt. Waͤhrend der Zeit ſeines Aufenthalts zu Helmſtaͤdt hater wegen ſeiner herausgegebenen kleinen theologiſchen Schrifftenmanchen Widerſpruch gehabt, und die Unschuldigen Nachrichtenſchrieben, er waͤre ein Fanaticus und es ware gewiß ſchaͤdlich undunverantwortlich, daß man dem verfuͤhreriſchen Eisler noch immerzu Helmſtaͤdt Freyheit kaſſe, Schule zu halten. Wie ſehr manſich bemuͤhet hat, ihn zu vertheidigen, ſo kam doch uns allezeit die-es ſchwaͤrmeriſch genug vor, daß er ſeinen lieben und vertrautenennhard unſers Herrn Gottes wohlbeſtallten und treufleiſigenKanzelliſten nennt; anderer und eigentlicher Lehrſaͤtze hier zu ge-ſchweigen. In; wiſchen ſoll er doch mit gnaͤdigſtem Wohlgefallenſeiner Landes⸗Herrſchafft zu vielem Nutzen bis an ſein Ende fortge-arbeitet, und als eine beſondere Woßlehal Gottes erkannt ha-ben, daß er bey ſeinem hohen Alter den Abgang des Gehoͤrs durchein ſo ſcharfes Geſicht erſetzt fande, daß er ohne Brillen auch diekleineſte Schrifft bey Tag und Nacht leſen konnte. Er ſtarb endlichin Helmſtäͤdt den 8 Oct. 1753 lediges Standes, und wurde denloten zu Abends in der Stille beerdiget, nachdem er ſein Alter auf70 Jahr und 27 Wochen gebracht hat. Seine letzten Schrifftenbezeigen ſoviel, daß er etwann ſeine haͤrteſten Meynungen moͤchtegeundert haben. Was uns von ſeinen Schriften bekannt iſt,wolien wir ſogleich melden:

Noͤthig-