1 368 Faber.
Auf Hug. Sh hund ches eber ders Nrbg. 166.4.
Auf Joh. Bach und ſeine Frau Apollonia. Zum Druck befoͤr-dert von Ge. Schützen Cantor in Altdorf. Altd. 1675. 4.Siehe. von M. Joh. Leonh. Willen gehalten. Fr. Bmſc.Kmſc.
Faber Jobann Ludwig) des vorigen vierter Sohn, ein ge-ſehrter und wackerer Schulmann, hac 1535 das Licht der Well inNürnberg erblicket„als wohin ſeine Mutter wegen der damaligen
eſaͤhrlichen Zeiten ſich von Hersbruck aus geſluͤchtet hat. An-fanglich beſuchte er die Stadtſchule in Hersbruck, und nachge-hends kam er in das Gymnaſium nach Nuͤrnberg, brachte 4 Jahrdarinnen zu, und gieng ſodann auf die Umperſitäten, Aitdorf,
Tübingen und Heidelberg. 1657 wurde er Conrector zu Oettin-
gen, und 1554 Rector daſelbſt. In eben dieſem Jahr wurde er
wegen ſeiner groſſen Geſchicklichkeit in der deutſchen und lateini-ſchen Dichtkunſt in den Pegnitz⸗ Orden als ein Müglied, unterdem Namen Ferrando der erſte, aufgenommen. 1656 wurde ihmdas Rectorat zu Hersbruck aufgetragen, welches er auth: Jahreruͤhmlich verwaltet. 1549 beehrte ihn Siegm. von Birken mitdem Poeten⸗Kranz, und 16% wurde ihm die Stelle des ßten
Lehrers in dem Gymnaſio zu Nuͤrnberg angewieſen, welche er
gleichfalls treulich bekleidete, und zwar bis an ſein Ende, ſo 1678
den 28 Nov. erfolget iſt. Er ſtarb mit Hinterlaſſung 7 Kinder
und in groſſer Armut. In dem poetiſchen Nachklang der Mulbe-riſchen Erquick⸗Stunden ſtehen 1o geiſtliche Lieder von im; undin dem groſſen Nuͤrnbergiſchen Geſangbuch befindet ſich von ihndas ſchone Lied: Ich bin verliebt, komm her und ſieh ꝛc. Auſſerden vielen einzeln Poeſien und den Hirten⸗Gedichten, die unterſemem Geſellſchaffts⸗Namen herausgekommen, ſind auch folgende
Schriften von ihm bekannt:
IEiu des gekreuzigten Erhohung und Judas ſeines VerraͤthersVerſchmaͤhung aus Jac. Balde poellſchen Waͤldern in deut-ſche Verſe gebracht. Nurnb. 106/12.
Herodes der Kindermoͤrder in einem Singſpiel vorgeſtellet. Nrbg.167 5. fol.
Abra-