Goͤtſch. 7573
de redintegratione matrimonii, und wurde 1701 daſelbſt Doctor,wobey er ſchon laut des Anſchlages Graͤfl. Erbach⸗FürſtenauiſcherHof- und Regierungs⸗Rath und am Kammer- Gericht zu Wetz-lar ordentlicher Advocat war. 1707 kam er in das Cobegium derHercen Adrotaten in Nuͤrnberg. Wenn und wo er geſtorben,wiſſen wir nicht.
Goͤtſch(Carl) ein Geiſtlicher, gebohren in Nuͤrnbergden 13 Oct. 157 1. Sein Vatter war Joh. Dav. Göͤtſch, Schreib-und Rechenmeiſter; und die Mutter hies Anna Regina Kaͤſin.Er frequentirte die Sebalder Schule, ſodann das Auditorium,und gieng 172 nach Altdorf. Eſchenbach und Zeltner, Sturm,Molitor, Omeis, Roͤtenbeck, Song, Fabricius und Weg-leiter waren daſelbſt ſeine Lehrer. Zum Beweis ſeiner Geſchick—lichkeit perorirte er 154 oͤffentlich, gieng 1696 nach Jena, wo erein Jahr verblieb, und ſodann ein halb Jahr nach Leipzig. Nach-dem er auch eine Reiſe durch Sachſen bis Hamburg, Braun-ſchweig, Luͤneburg u. ſ. w. gethan, gieng er wieder nach Altdorf,und nahm 1598 die verdiente Magiſter-Wuͤrde an, nachdem ervorher unter Mollern de cognitione ſui pro Gradu diſputirt hatte.In eben dieſem Jahre wurde er noch Informator der Kinder des
In. Generals von Tucher; und im folgenden Jahr gieng er inden Candidaten⸗Cirkel. 1702 wurde er Vicarius zu Petzenſtein,170g Pfarrer zu St. Helena, 1714 Suden-Prediger in Nuͤrn-berg, und 1717 Diaconus in der Vorſtadt Woͤhrd, wo er 1721den 15 May ſeelig rerſaueden iſt. Verheyrathet hat er ſich 104mit Igfe. Cath. Magd. Hn. Jac. Tryllitſchens, des Egloffteini-ſchen Miniſtern Semors und Pfarrers zu Kunreuth, Tochter,mit welcher er verſchiedene Kinder erzeuget. Im Druck gieng ausvon ihm: öOrat. de ſpinea Chriſti corona. Alt. 1694. 4.
Abdankungs-Rede bey der Leiche Hn. Sebaſt. Hirſchdoͤrfers;Gericheſchreibers zu Hilpoltſtein c. Stehr an der Leichpredigt.Kirchweyh-Predigt am 12ten Sonntag nach Trin. 1704 uͤberdas ordencliche Evangelium gehalten ꝛc. In 4.Siehe Banſc.