554 Goͤtz.
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Goͤtz(Johann) ein Prieſter, war gebohren den 27 Dec.1610 zu Pommelsbrunn, wo ſein Vatier, M. Siegmund,farrer war. Die Mutter hies Apollonia Herbſnn. SeineStudia gruͤndete er zu Altdorf, wo er 1632 Bacularius, 1633aber, nachdem er unter Jac. Bruno ciſp. prooemialem ad L. I. Cic.de ofliciis vertheidiget, Magiſter wurde, als welche Nachricht Hr.Hirſch gibt, wiewol wir ihn in den Diptychis promotorum Al-torphinorum nicht antreſſen. Nach diejem ſtud:erte er auch inJena. 1638 wurde er Diaconus eu Hirchenſittenbach, und zu—gleich der erſte Paſtor zu Oberkrumbach. 1642 wurde er Paſtorin Kirchenſittenbach, 1652 Diaconus bey St. Sebald in Nuͤrn-berg, und 1659 daſelbſt Schaffer. Endlich ſtarb er den 1 Jul.1684. Verheyrathet war er mit Mar. Peagd. Schleicherin,von welcher er folgende Kinder hinterlies: 1) Benedicten, Orga—niſten bey St. Egidien. 2) Maria Magd. die an Hrn. J. G.Schultheis, Diac. Egid. verheyrathet wurde. 3) Suſaͤnna,ſo Barth. Lenderich, Notar. und Actuarius in Altdorf, ehlichte.4) Eliſabeth, Joh. Jaquets, Kaufmanns in Nuͤruberg, Chegat—
tin. Gedruckt aber hinterlies er nichts, als:Leichpred. auf Fr. Suſanna, Wilb. Otto Hausfrau. 1668. 4.Leichpred. auf Fr. Mar. Magd. Wilhelm Scheffers, Kaufmanns
Hausfrau. Nuͤrnb. 1673. 4.Siehe Hirſch. dipt. Bmſec.
Goͤtz(Johann Chriſtoph) ein berühmter und gar gelebr-ter Medicus, erblickte die Welt zu Nuͤrnberg den 8 Merz 1588.Sein Vatter hies Joh. Chriſtoph, und die Mutter Anna Eliſab.Albrechtin. Er beſuchte zuerſt das Egid. Gymmaſtuin, und 1704das Auditorium, wo er Wuͤlfern, Mylhldorfen und Eſchenba-chen hoͤrte. 170 kam er auf das Grmnoftum buſre nach Co-burg, wo ihm vornemlich die getreue Auweiſung D. Luc. Riehms,bey dem er im Hauſe war, in der Phyſik, Anatomie und Botanikzu ſtatten kam. 1708 gieng er nach Altdorf, und böte daſelbſtBruno, Hoffmannen und Baiern, mit welchem letzten er auch 1709nebſt Hrn. D. Wiedmann eine nuͤtzliche Reiſe durch Scheen„Bayern