Band 
Zweyter Theil von H - M.
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258 Kaͤſtel.

haͤndigte, die Spanier aber, als ſie den Innhalt erfuhren,ſich ſehr entruͤſteten, kam Kadan in Arreſt, woraus er ſichmit der Flucht ſalvirte, nachdem vorhero auch die uͤbrigenGeſandten angehalten worden ſind. Er muß fleißig in Ver-ſchickungen gebraucht worden ſeyn; denn 1533 ſchreibetSpengler, er waͤre auch neulicher Tagen zu Straßburg gewe-ſen. 1532 ſchickte er einen Sohn nach Wittenberg Studie-rens wegen, den Spengler den 13 Aug. an Veit Deetichen—

daſelbſt recommendirte.Siehe Seck. und Haußdorf im Leben Laz. Spenglers

p. 119 und 194,

Naͤſtel(Lorenz) ein JCtus, von Schoͤnſeld aus Böhmen.Kbenter wurde beyder Rechten Doctor und 1508 Advocat in

ürnberg. 1618 gelangte er zur Conſulenten⸗Stelle, die er ſolange ruͤhmlich bekleidet, bis er den 1 Dec. 1625 von der Weltabgefordert wurde. 1614 verheyrathete er ſich mit MariaMagd. einer Tochter des verdienten Medici, Hier. Beslers,die ſich nach ſeinem Tode 1630 an D. Nic. Rittershuß, Prof.zu Altdorf, verehlichet hat und 1648 geſtorben iſt. Er zeugtemit dieſer F.

Frauen auſſer dem gleich folgenden Sohne noch eine.Tochter, Mar. Magdalena, die 1615 geſtorben iſt.

Kaͤſtel(Juſtus Hieronymus) des vorigen Sohn, auchein dbl„hat um 1620 zu Nurnberg das Tageslicht erblicket.Er ſtudierte zu Altdorf und hat daſelbſt 1645 Licentiam in denRechten angenommen. Wie er ſodann nach Regensburg kam,alſo wurde er daſelbſt zuerſt Advocat, ferner den 8 Febr. 1647Vice⸗ Praͤtor, 1649 aber Prator des Dicaſterii. 1650 hatihn D. Joh. Kobius zu Altdorf vollends zum Doctor gema-chet, und er iſt auch noch in dieſem che zu Muͤnchen mitdem Blut⸗VBanne belehnet worden. Schon 1645 hat er ſich

ju Regensburg verheyrathet mit Eva Suſanna, Joh. GeorgHalbritters, ICti und der Republick Regensburg, ſo wie an-derer Staͤnde des Reiches, Conſulentens, Tochter, von. wel-cher er aber 1658 durch den Tod getrennet worden iſt.

Kal-