Kalhart. Kaufmann. 205
Kalhart(Johann Melchior) ein eifriger Geiſtlicher,deſſen Leben ſchon weitlaͤuftig genug in Hirſch. dipt. beſchriebeniſt, woraus wir alſo nur einen kurzen Auszug mit einem ge-ringen Beytrag liefern wollen. Er war geboͤhren zu Haßle-ben in der Grafſchaft Schwarzburg den 20 Merz 1529.Sein Vatter, M. Melchior, war Pfarrer daſelbſt. Er ſolltedas Vottenmacher-Handwerk in Erfurt lernen; weil es ihmaber am Lehrgeld feblete, half ibm ſein Schwager, M. ChriſtianApfelſtett, Rector an der Johannis⸗Schule, auf andere Art un-ter, und er kam zum Studieren. 16 fo gienge er von dem Gy-mnaſio zu Erfurt auf die Univerſitaͤt Wittenberg, und das ſol-gende Jahr wieder nach Erfurt, wo er 1653 unter M. Votti-chern de natura. et fine Ethices und 1654 unter D. Barth. Els-nern de peccato diſputirte. Indeme er inzwiſchen verſchiedeneConditionen gehabt, kam er 1658 nach Nuͤrnberg und erhieltevom Hrn. Senator, Ge. Phil. Harsdoͤrfer, und Hrn. PredigerDilherrn das Verſprechen einer Befoͤrderung. Da er einſtwei-len wieder verſchiedenen Informationen auſſer und in Nuͤrnbergabgewartet, bekam er 1262 den Beruf zu der Nuͤrnberg⸗Muffeli-ſchen Pfarre in Eſchenau, wo er ſein Amt mit vielem Eifer für dieSabbaths-Feyer und wider die eingeriſſenen Sonntags ⸗-Taͤnzeund andere Ueppigkeiten fuͤhrete. 1664 hielte er zu Altdorf Hoch-zeit mit Euphroſyng, Hrn. D. Andr. Laurens, Phyſici zu Nuͤrn-berg, hinterlaſſener Tochter und Hrn. Prof. Luc. Friedr. Rein-harts Stieftochter, mit welcher er verſchiedene Kinder gezeuget,unter andern einen Sohn, Nuhn eg der als Conrector derSchule bey St. Lorenzen in Nuͤrnberg geſtorben iſt. Es dat un-ſer Joh. Melchior eine Trauer- und Abdankungs⸗Rede auf Hrn.Joh. Jac. Welſer von und zu Neuhof ꝛc, gehalten, die 168 1 andie Leichpredigt angedrucket worden iſt. Endlich ſtarb er den 12Nov. 1687, nachdeme er nach gehaltener Beichtveſper in der Sa-criſtey von einem Schlagfluſſe getroffen worden.
Kaufmann(Johann) ein treuverdienter Theologe, wurde gebohren zu Stadt⸗Haydeck in der obern Pfalt und zwar wieZeliner glaubet im Jahre 1532 oder zu Ende 1531: wenn aber
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