Band 
Zweyter Theil von H - M.
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270
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270 Kaufmann.

unſer Heinr. Fabricius ad Calender. Eberi ſchreibt, er waͤre anno ae-tatis 63 climacterico geſtorben, ſo mag er erſt 1533 gebohren ſeyn.Entweder ſind ſeine Eltern ſelbſt nach Nurnberg gezogen, oder ſiehaben wenigſtens dieſen ihren Sohn zeitlich dahin geſchicke:, daßer die Schulen daſelbit beſuchen ſollte, welches auch mit glückli-chem Fortgange von ihm geſchehen iſt. Daß aber feine Elternſelbſt nach Nürnberg gezogen, und zwar da er noch ganz kleinmoͤchte geweſen ſeyn, ſchlieſſen wir daraus, weil Nurnberg furſeine Vatterſtadt gehalten worden, und ſelbſt bemeldter Fabricius,der ihn gar wohl muß gekannt haben, ſchreibet, er ware in patciaeſtorben; wo nicht etwann gar daraus erweislich ware, daß dieNachricht Hrn. D. Zeltners vou ſeinem Geburts- Orte Hapdeck—nicht gar zu richtig ſeye, welches wir jedoch nicht behaubten wol-len. 1556, da er ſchon 24 Jahre alt war, gienge er nach Wit-tenberg/ hoͤrete daſelbſt die Philoſophen und Theologen, vornem-lich aber Melanchthonen, und ſpeißte bey Duͤrnhofern, der hernach—einer ſeiner ſtaͤrkſten Gegner in Nuͤrnberg geworden iſt. 1561den 4 Merz wurde er Magiſter; und wiewolen er noch in dieſem.Jahre nach Nuͤrnberg ſoll zuruͤckgekehret ſeyn, ſo hat er doch vorbe-ro noch zu Wittenberg die Stelle eines verſtorbenen Diacom, die.ihm Eber als Superintendent aufgerragen, mit Predigten verſe-hen, ſich dabey durch ſeine Beredſamkeit einen groſſen Beyfall.erworben, und iſt vielmehr erſt 1552 von Wittenberg wegge-gangen; dann als Joh. Cremer von Waſſertruͤdingen den 21.Merz 1562 zu Wittenberg ſtarb, ſchrieb unſer Kaufmann nocheine Elegie, die nebſt andern auch zu Wittenberg gedrucket wor-den, und in dieſer Elegie, die an Leonh. Kriegen, Diac. bey St.Sebald in Nuͤrnberg gerichtet war, ſchreibt Kaufmann ausdruͤck-lich:Triſte quidem, fateor, carmen, triſtesque Camoenas,Hinc a Leucorea mittimus urbe tibi.Er war alſo 1562 noch in Wittenberg. Was ſeine Befoͤrderun-gen in Nuͤrnberg anbetrift, ſo ſind die Nachrichten davon ſehrdunkel. So viel iſt richtig, daß er zuerſt Inſpector der 12 Kna-ben im neuen Spital geworden iſt; in welchem Amte er aber nichttinmal ein Jahr kan geſtanden ſeyn, indeme ſich nicht nur ſchon1503