278 Keinſpeck. Kellner. Kern. Reiſch.
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Keinſpeck(Michael) ein Nuͤrnberger, von dem aber wei—ter nichts zu erfahren, als daß er nach dem Zeugniſſe loh. Sim-leri in Bibl. Gesner. herausgegeben habe: Muſici Alexandrini li-lium muſicae planae, Augsb. 1500. Nicht einmal Herr Doppel-maier hat ſeiner Erwaͤhnung gethan; und wir haben dieſe kurzeNachricht aus Om. und Kmſc.
Kellner oder Keller(Paul) ein Medicus, der als Stadt—Phyſicus zu Nurnberg von 1376 bis 1884 treu und glücklichgedienet hat. Er iſt confundiret worden mit einem andern PaulKeller, oder Cellarius, der ein Heßiſcher Medicus geweſen, abernoch etwas ſpaͤter gelebet hat, von welchein Fr. p. 1344.
Kern(Wolfgang) ein Medicus, der 1522 in Nuͤrnbergangenommen worden iſt, und 1s den Weg alles Fleiſches gien-ge. Ein Sohn von ihm gleiches Namens und deſſen Chewirthin.Anna kommen in Trechſels Joh. Kirchhof p. 278 vor.
Kelſch(Michael) ein verdienter Philoſophe und Mathe-maticus, war gebohren zu Nuͤrnberg den 11 May 1673. S einVatter Johann, war Kupferſchmidt und Almoßmeiſter; dieMutter aber Mar. Apollonia Schmidin. Er beſuchte in ſeinerJugend die Lorenzer-Schuie, und legte nicht nur einen gutenGrund in den Sprachen und Wißenſchaften, ſondern applicirteſich auch unter der Anweiſung Hrn. Cantor Freundes auf dieVocal⸗und Inſtrumental⸗Muſick, und brachte es darinnen ſo weit,daß er ſich bey vielen bohen Verſammlungen durfte hoͤren laſſen.und ſo fort als Stadt-Diſcantiſte in der Frauen-Kirche angenom-men wurde. In ſeiner Jugend lernte er auch noch ſechten, denFahnen ſchwinzen und den Ball ſchlagen. Die Vorlefungender Nuͤrnbergiſchen Herren Profeſſoren hat er nicht beſuchet, ſon-dern nachdem er ſich auch auſſer der Schule durch Privat-Lehrerunterweiſen laſſen, begab er ſich 1713 nach Altdorf. Hier hoͤr—te er zuerſt in der Philoſophie Hrn. Koͤhler, den damaligen Hrn.Inſpector Pfitzer, im Stilo Schwarzen und in der MathematickMuͤllern. Weil er ſich aber vornemlich der Jurisprudenz wid-men wollte, ſo machte er hiezu bey Hrn. D. Rinken eine Vorbe-rei-