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nach erhaltener Geſundheit, und nachdem er ſich etlichemal aufLuthers Katheder und Kanzel gezeiget, uͤber Erfurt nach Frank-furt am Mayn und von dar nach Strasburg abgereiſet iſt.Hier verharrete er in der Behauſung des juͤngern Hrn. Prof.Silberroths 7 Monate, predigte etlichemal in den lutheriſchenKirchen, und weil er nicht praͤſidiren durfte, opponirte er etli-chemal öffentlich, insbeſondere ſeinem Hrn. Hoſpes, als derſel-be um die Doctor-Wuͤrde diſputirte. Nachdem er auch Elſaßund die Univerſitaͤt Baſel beſehen, reiſete er durch Heſſen, be—ſuchte Marburg und Gieſſen, und kam 1716 uͤber Stuttgaͤrdtnach Tuͤbingen. Auch allhier verweilte er ſich halbes Jahr undhat in des alten Hrn. D. Pfaffens Hauſe, Stube und Tiſch an—genommen. Endlich kam er 1716 den 1 Dec. wieder gluͤcklichnach Hauſe, und iſt nach 2 Monaten in den ſogenannten Cirkelder Candidaten aufgenommen worden. 1719 bekam er die Pfar-re zu Ruͤckers dorf, und nahm dieſelbe freudig an, ohngeachtet ervorhero groſſen Luſt gehabt hat, auf Univerſitaͤten zu bleiben, undſich insbeſondere das Inſpectorat zu Altdorf gewunſchen hatte.Dies ſein Amt nun verfahe er treu und redlich, iſt aber, da ebenviele Perſonen an der hitzigen Krankheit lagen, durch deren Be-ſuch er ſie auch bekam, bey noch gar jungen Jahren den 25ſtenMerz 1722 von der Welt abgefordert worden. Das betruͤbteſtewar, daß ihm, eben da er ſtarb, ein Sohn, Ge. Wolfgang, ge-bohren wurde, der nach jeinem Tod erſt getauft, aber auch ſchon denApr. wieder begraben worden ſt. Es war aber ſeine Ehelieb—ſte, die er 1720 nahm, Igfr. Anng Magd. Carbachin, die nun-mehro verwiteibte Fr. Pred. Herdegnin: ſiehe oben Joh Herde—gen. Die Schriften unſers ſecl. Katzauers ſind folgende atade—nuſche Abhand tungen:
Oratio de philoſophia morali ueterum Germanorum. Alt.
1710. 4.Piſp. de denegato Iſraelitis tranſitu per terram Edom, ex Num. XX.Alt. 1713.
de philoſophia chriſtiana. Witt. 714.
„ dephiloſophia chriſtiana paralipomena cont. X'itt. 1715.de Roſaestucianis. Wut. 1715.
Nn 2 Kein-