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zuvor 1695 mit ſeinenm Bruder, D. Jac. Ambroſtus, die Ehreerhalten, unter den Ungariſchen Adel bey einer ſolennen Ver—ſammlung der Landſtaͤnde aufgenommen zu werden. Anfaͤnglichhatte er in Altdorf die Profeßion alleine verwaltet; nachgehendsaber iſt er auch bey vorgefallener Veraͤnderung 1699 zum Dia-conus an der Kirche und 1706 zum Archidiaconus allda beſtelletworden. Wie eifrig, geſegnet und ruͤhmlich er in beyden Aem—rern gearbeitet, iſt nicht auszuſagen, und noch gar vielen lebendenPerſonen im friſchen Angedenken. Er war ein ſtattlicher Red—ner, erwecklicher Prediger, drang auf ein thaͤtiges Chriſtenthumund hat unter ſeinen Beichtkindern, der ganzen Buͤrgerſchafftund insbeſondere der Jugend, ſich Liebe und Farce in der ſel-tenſten Vereinigung erworben. Ja er that mehr, als ſein Amterforderte; wie er denn umer andern guten Anſtalten, z. E. Sonn-tags in dem theologiſchen Hoͤrſaale nach geendigtem oͤffentlichenGottes dienſte beſondere Wiederholungs-und Erbauungs⸗-Stun-den gehalten, auch in ſeinem Hauſe woͤchentlich Mittwochs frühund Freytags nachmittag gewiſſe Pruͤfſtunden angeordnet hat.Alles dieſes dauerte obne Anſtoß bis 1703, da denn allerhandgegebene und genommene Aergerniſſe rege wurden, und Hr. D.Lange ſich in viele Verdrießlichkeiten wickelte. Es kam nemlich1703 der beruͤchtigte Sporers-Geſelle, Joh. Ge. Roſenbach,nach Altdorf, logirte bey Hrn. Prof. Roͤtenbecken, wo verſchie-dene Verſammlungen angeſtellet wurden; und obwolen D. Lun-ge dieſelben nicht peſuchte, ſo kam doch Roſenbach zu ihm underhielte auch bey ſeinem Abſchiede von Altdorf von ihm, ſo wievon mehreren Profeſſoren, ein ruͤhmliches Atteſiat, wozu nochkam, daß D. Lange eine ſchrifftliche Deduction deſſen, waser bey oftmaliger Converſation mit Roſendach un d bey deſ-ſen fleiſiger Beprufung als vor dem Angeſichte GOttesbeobachtet hat, dem Rectori Magnifico, Hrn. Roͤtenbecken, ein-haͤndigte, damit ſolches dem Noſenbach zu einemdienen moͤge und weil es die Obliegenheit gegen die Obrigkeiterforderte. Dieſe Deduction wurde nebſt den ſaͤmmtlichen Alt-dorfiſchen, dem Roſenbach gegebenen, Zeugniſſen, von einem Un-
enannten,(der Meier geheiſen und Pfarrer in Oſternohe fen,
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