432 Leubing. Leuchsner.
und Bied. tab. 178. In den monumentis Roetenbeccii ad D.Egid. iſt unſers Joh. Letſchers Monument, und nebſt mehrernLetſcheriſchen Denkmalen noch eines von einer Urſula Doctor Let-ſcherin von 1404. ö
Leubing oder Leibing(Heinrich) ein Nuͤrnberger, wur-de 1141 Plebanus oder Pfarrherr bey St. Sebald, war De-eretorum Doctor, Protonotarius Apoſtolicus, Kaiſer Friedrichdes Ulten, auch verſchiedener Churfuͤrſten und Fuͤrſten des Rei-ches Rath, ſo wie zugleich von 1414 der Stadt NuͤrnbergConſulent. 1465 kam er von Timm dec weg und wurde Ca-nonicus in Meiſſen. Von der Stadt Nuuͤrnberg aber wurde ernach Rom geſchickt, auch in Vereinigungs⸗ Sachen zwiſchenden Hel. Ladislaus in Ungarn und Herzog in Sachſen ge-
rauchet.Siehe Rothſch. und in Hirſchl. dipt. Sebald. die Wuͤrfeliſche
Beſchreibung der Kirche bey St. Sebald. p. 48.
Leuchsner(Georg Ludwig) ein Doctor Juris und Ad-pocat, iſt faͤlſchlich bald Georg, bald Ludwig alleine, baldLeuſchner, bald Leichsner genennet und geſchrieben worden.Er war von Mirkbibrach in Franken gebuͤrtig und hat 1795mit ſeinem Bruder, Joh. Leuchsner, Altdorf betretten, iſt denIten Dec. inſcribirt wörden und bis 1600 daſelbſt der Jurispru-denz obgelegen. Von 1500 an hat er zu Nurnberg gar ver-traut mit Ernſt Sonern gelebt, als mit welchem er verwandt
eweſen und von dem er auch um dieſe Zeit zu Nuͤrnberg dasSociniſche Gifft muß eingeſogen haben: und indem er einerder erſten und aͤchteſten Schäler Soners geweſen, hat er auchum die geheimſten Anſchlige gewußt und ſie eifrig befoͤrdert.Im Oct. 1602 iſt er auf dem zweyten Colloquio Nacouienſimit gegenwärtig geweſen und entweder aus eignem Trieb oderauf Soners Verlangen nah Pohlen gegangen. Nach einerweitern Reiſe iſt er 1804 aus Italien(wo er auſſer ZweifelDoctor geworden iſt) wieder nach Nuͤrnberg gekommen, mußſich aber noch eine gute keitlang in Altdorf aufgehalten babei.