Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
494
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Lochner.

——gend unter der Anfuͤhrung Hrn. Joh. Heinr. Muͤllers, nachma-ligen Profeſſors in Altdorf, Hru. Prof. Doppelmayrs und desdamaligen Hrn. M. Erh. Reuſchens, rortreſuch an. 1712 den7ten Dec. lies ihn ſein Hr. Vatter zu Altdorf einſchreiben,1213 aber um Michaelis ſchickte er ihn nach Wittenberg, wo—hin ihn der vortreſtiche Nuͤrnbergiſche Medicus, Golifr. Tho-maſius, der eben eine Reiſe nach Sachſen vorhatte, fuͤhrte,und zu Hrn. D. Adam Brendel, als einem beruͤhmten Arzt,ins Haus brachte. Dieſer nebſt dem groſſen Berger, Klauſin-gen und Weidlern brachten ihn in den philoſophiſchen undmediciniſchen Wiſſenſchafften bald ſo weir, daß er nach einemJahre ſchon mit Ehren haͤtte die Doctor-Wuͤrde annehmenkonnen; wie er denn auch ſchon wirklich an ſeiner Inaug.Diſp. de Apio Veterum geſchrieben hat. Alleine, er wurde inder früheſten Jugend, da er kaum 19 Jahre erreichet hatte, denten Jan. 1715 zu Wittenberg zum groͤßten Leidweſen ſeinerLebrer und Freunde der Welt entriſſen. Wie er durch dieAnleitung ſeines groſen Darters und ſeinen eignen Trieb ſichſchon eine ungemeine Beleſenheit erworben, alſo hat er auch,.ehe er noch auf Univerſikaͤten gieng, ſchon ein lche diasma hiſtoricuni de foſſato magno, quo Carolus Nl. in agro Noxico ten-taucrat coniunctionem Kheni et Danubii ope Almonae et Re-gneſi verſertiget, aur den Rarioribus Vuſei Besleriani„ die her-uach ſein Hr. Vatter vollendet und ediret, gearbeitet, und ſichinsbeſondere damit beſchaͤfftiget, die griechiſchen Dichterinnen,die ehemals Fulvius Urſinus geſammlet hat, in eimer neuen Aus-gabe mit Anmerkungen an das Licht zu ſtellen.

Man ſehe: Laudationem fun. Io. Elenr. Lochneri, Nfedic.Candidati, quam Witteb. ex memoria recitauit Il.Chriſt. Steph. Kazauerus, welche zuerſt mit vielen Funebti-bus, hernach im bemeldten Muleo Besleriano wieder her-auskam.

Lochner(Johann Georg) war, wo nicht ein gebohrnerNuͤrnberger, doch in Nürnberg um den Anfang dieſes Säculiwohnhafft, mag einen eignen Verlag gehabt haben, un