Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
547
JPEG-Download
 

Maler. Mannich. 347

Maler ein Nuͤrnbergiſcher Pfarrer zu Mebrendorf, wel-ches nach der Hand an Bayreut gekommen iſt, lebte zu Ende des16ten Saͤculi, iſt aber ſo dunkel, daß uns nicht einmal ſein Tauf-name bekannt wurde, und wir nur bloß vermuthen muͤſſen, er ha-be Georg geheiſen. Doch iſt uns aus der Bmlc. eine Schrifft vonihm bekannt worden, betitelt:

Chriſtl. Agenda, d. i. die ganze Hiſtorie von unſerm HErrn JEſuCbhriſto. 1598.—

Mannich(Johann) ein Geiſtlicher, gebohren zu Nuͤrn-berg 1580, begab ſich im Oct. 1598 auf die Univerſitaͤt Altdorfund wurde daſelbſt 1600(nicht 1599) von Phil. Scherben zumMagiſter gemacht. 1604 wurde er Glan zu Igensdorf, 1611aber kam er als Diaconus zum H. Geiſt nach Nuͤrnberg. Hie-ſelbſt war er der erſte Beichtveſper⸗Prediger, bekam 1615 dieMittagpredigt bey St. Katharinen, 1618 aber die Fruͤhpredigt zuSt. Walburg auf der Veſten, die er ſo lange verſehen zu habenſcheiut, bis er 1633 oder 1634 Senior ſeines Kapitels im neuenSpital wurde. 1637 im Monat Nov. iſt er aͤrgerlichen Lebenswegen abgeſetzet worden, da wir dann nicht wiſſen, wie und wielange er etwann noch gelebet hat. Er hat herausgegeben:

Sacra emblemata LXXVI, in quibus ſumma uniuscuiusqueeuangelii rotunde adumbratur, d. i. 76 geiſtliche Figuͤrlein, inwelchen eines jeden Evangelii Summa kuͤrzlichen wird abgebil-det, inventirt und gepredigt durch M. Johann Mannich ꝛc.Nuͤrnb. 1624. 4. Die lateiniſchen Verſe unter denkmblematibushat Cph. Hoͤflich gemacht; ſiehe oben.

gecundinae Mannichianae, Nachklagen M. Joh. Mannicks we-gen des unverhofften doch ſeel. Hintritts Hrn. Prof. M. DanielSchwenters ic. gethan in Nuͤrnb. den 23ſten Jan. 1636.Nuͤrnb. 4.

Auch ſoll er 9 Predigten von der Gedult, und ferner die ewige Hoͤl-len⸗Pein in Figuren vorgeſtellt und mit Exempeln und Hiſtorienerlaͤutert, geſchrieben haben, welches letztere 1686 zu Nuͤrnberg

aufgeleget worden.B bbb 2 Siehe