Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
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17² Marci.berts Stelle, dem er nun zum drittenmale ſuccedirte, als Predigerbey St. Lorenzen beſtellet. In ſeine vortreftſche Predigten walle-te das Volk mit Haufen, und nicht nur der Poͤbel, ſondern auchdie damals in Nurnberg befindliche vornehme Exulanten aus Oe-ſterreich und Ungarn, ingleichen die Officiers der Schwediſchen

mee, die vor Nuͤrnberg lag, waren ſeine beſtändigen Zuhoͤrer.So gar ſelbſt der Konig von Schncden, Guſt. Adolph, liebte ihnhee lich und hielte ihn ſo hoch, daß er ihn zu ſeinem Beichtratter er-wüͤͤhlte und aus ſeinen Handen etlichemal das Heil. Abendmal em-

eng, welches deswegen etwas auſſerordentliches war, weil in

uͤrnberg das Beicht⸗Amt keinem Hrn. Prediger oder Paſtor,ſondern nur den Herren Diaconis zukommt. Seine Verdienſtewaren uͤbrigens um die Nuͤrnbergiſche Kirche ſehr groß, indem erſich nebſt Sauberten allezeit angelegen ſeyn lieſe, derſelben Wohlzu beſorgen; wie ſie denn beſonders 1540 etliche Weigeliamiſch-oder ſeparatiſtiſch⸗geſinnte Buͤrgere in vielen deren Halsſtarrigkeitwegen mit ihnen angeſtellen Conferenzen zu recht zu bringen ſach-ten. Dabey hatte er eine unermuͤdete Aufſicht auf das ſeinem In-ſpectorate von 1633 an uͤbergebene wieder neu aufgerichtete Egidi-che Gymnaſtum) und half deſſen Flor auf alle Weiſe befoͤrdern.Seinen Eheſtand betreffend, verheyrathete er ſich mit Igfr. AnnaHelena, Cyh. Kleindienſts, Buͤrgermeiſters zu Felddurg in derobern Pfalz, der um der Evangel. Religion willen vertriebenwurde und damals zu Altdorf als ein Exulant lebte, Tochter,mit weicher er 16 Kinder zeugte, davon er nicht mebr als 3Toͤchter und 2 Soͤhne hinterlies, von welchen hier beſondersangemerket zu werden verdient Hr. M. Joh. Cornelius, der zu-erſt Pfarrer zu Foͤrrenbach, hernach in Pommelsbrunn, enduchaber Diaconus in der Nuͤrnbergiſchen Vorſtadt Woͤhrd wurde,wo er 1590 geſtorben iſt. Endlich verlies unſer Hr. Predigerſelbſt nach einer gar erbaulichen Vorbereitung ſein Leben den27 ſten Jul. 1646. Er fuͤhrte zum Wahlſpruch: denket anLoths Weib; und in ſeinem Wappen hatte er das zuruͤckſe-bende und in eine Salz⸗Saule derwandelte Weib Lochs, wo-mit er auſſer allem Zweifel auf das Sodoma des Soeiniani-ſchen Graͤuels gezielet, dem er gluͤcklich entgangen und ſich des-wegen