Marci. 951
wider die Socinianer mit Hand und Herzen unterſchrieb, ſolcheeidlich beſchwur und auf ſein eignes Begehren zur Beicht und demAbendmal gelaſſen wurde. Somit gieng er wieder nach Altdorf,ſetzte die Theologie bey D. Koͤnigen fort, lies ſich in: Reſpondirenund Opponiren hoͤren, wurde 1617 mit Lob Magiſter und begabſich um Michaelis mit einem ſchoͤnen Zeugniſſe des Hrn. PredigerFabricius von ſeiner Bekehrung verſeben, nach Wuttenberg, hoͤr-te die beruͤhmten Maͤnner, Jac. Martini, Nic. Hunnius, Balth.Meisner und ſonderlich Wolfg. Franzen, bey dem er im Hauſewar, uͤbte ſich dabey im Ebraͤiſchen und Syriſchen, und gieng miteinem herrlichen gedruckten Jeugniſſe D. Franzens 1617 vonWittenberg weg, beſahe die benachbarten Saͤchſiſchen Städte,zog nach Jena, wo er vornemich wegen D. Gerhards und Him-mels zu bleiben geſinnet war, aber von dannen gar bald nach Hau-ſe gerufſen wurde. 1620 wurde er Inſpector der Alumnen zu Alt-dorf; und weil er ſich in dieſem Amte gar wohl zeigte, gelangte er1622 zum Diaconat an der Kirche zu Altdorf, wozu man ihm dieprofeſſionem catecheticam claſſicam,(die er mit einer offentlichenRede de opinione antrat,) 1623 aber, als die Altdorfiſche Academiedie volligen Univerſitaͤts⸗Privilegien kriegte, eine ordentl.theologiſcheProfeſſion anvertraute, Hier nun zierte er nicht nur die Kanzelund den atademiſchen Lehrſtuhl mit gründlicher theologiſcher Ge-lehrſamkeit und erbaulichem Wandel/ ſondern er machte auch ei-nen Verſuch, ob er nicht ſeine ehemaligen Verfuͤhrer, den Crelliusund Ruarus, bekehren koͤnne. Er ſchrieb alſo an ſie und ſuchteſie eines beſſern zu überzeugen: allein, er ſahe an dem erſtern bald,daß ſeine Arbeit vergeblich ſeye; jedoch ſetzte er ſeinen Briefwechſelmit dem letztern eine zeitlang fort, um durch ſeine Vermittlung dieSocimaniſchen Schrifften zu bekommen. Als er zu Altdorf 4Jahre lang groſſen Nutzen in der Kirche und bey der Academie ge-ſchaffet, bekam er 1528 den Ruff nach Nuͤrnberg zu dem Diaco-nat an der Narien-Kirche, nebſt dem Vicariate des damaligenvom Schlage geruͤhrten Predigers an dieſer Kirche, Hrn. M.Joh. Widers, deme er 1630 als ordentlicher Paſtor ſuccedirte.1631 wurde er an Hrn. Diat. M. Melch. Rinders Stelle Bi-bliothecnrius der Republik. 1637 wurde er an Hrn. Joh. 9 ager