Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
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Marperger.

WMarperger(Bernhart Walther) ein hochverdienter undgroß berühmter Theologe, des vorigen aͤlteſter Sohn, iſt inHamburg den raten May 1682 gebohren worden. In ſeinertarten Jugend kam er nach Nuͤrnberg, welche Stadt er weil ſieſeines Vatters Geburts⸗Ort war, jederzeit fuͤr ſeine irdiſche,wahre und von GOtt ſelbſt angewieſene Vatterſtadt angeſehen,ſich auch daſelbſt ſeine eigne Grahſtstte erkaufet hat. Hierwurde er zu aller Gottſeeligkeit von Jugend auf durch ſeine FrauGroßmutter angefuͤhret, wozu auch die treue Liebe der Schwe—ſter ſeines Hrn. Vatters, Fr. Suſ. Mar. Taſingerin, ein groſ-ſes beygetragen hat, deren Ehemann, Joh. Wilh. Tafinger, einberuͤhmter Handelsherr in Nuͤrnberg; jederzeit ſich als einenrechten Pflege⸗Vatter erwieſen. Von Jugend auf genoß er desUnterrichts verſchiedener geſchickter und getreuer dehrmeiſter; dasmeiſte aber hat er dem damaligen Rector im Gymnaſio Sam.Faber, zu danken. 1699 bezog er die Univerſitaͤt Altdorf. Wa-genſeil und Sturm erregten bey ihm faſt gleichen Trieb undgleiche Luſt, die morgenlaͤndiſchen Sprachen und die MathematikBegierde Als er zuerſt zu Sturmen ins Haus zog ſchien dieegierde zur Mathematik ihn ganz zu ihm zu ziehen: hernachaber faßte er den voͤlligen und ernſtlichen Entſchluß, von derMathematik abzugehen, und ſich ganz der Theologie zu widmen,welche letzte auch nebſt der Philologie ſeine Haubtwiſſenſchaffteblieben. Zu Altdorf hatte er damals bereits einige oͤffentli heroben ſeines Fleiſes gegeben. Denn er diſputirte 1700 unterM. Phil. Joſeph Jeniſch de paradoxo phaenomeno, quo ſolropior hyeme minus calefacit, quam remotior aeſtate,in eben dieſem Jahre unter Mollern de licentia poetica,ferner unter Sturmen de proportionibus geometricis mi-noribus, ſimpla ſcil. ac dupla; und als er 1702 Magiſterwurde, auch unter Roͤtenbecken de impotentia rationis inpneumatica. Buld darauf ward unter ſeinem Vorſitz eine Diſp.de fatis matheſeos gehalten. Noch in dem Jahre 1702 reiſete ernach Jena, Leipzig/ Wittenberg, Berlin und Halle, und hielteich am letzten engen. Nahen auf. Als ſeine academiſchen Jahredald zu Ende giengen, fuhrte ihn GOtt an die pforten des To-det Denn als er am Lichtmeß⸗Abend nach Hauſe gehen woll-le

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