Band 
Zweyter Theil von H - M.
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575
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Warperger. 975

—————te, ward er auf der Gaſſen von einem ſchweren Schlag ⸗ undSteck⸗Fluß uͤberfallen, ſank zur Erden nieder, und blieb, weil esſchon dunkel wurde, eine gute Weile auf den kalten Steinen fur.tod liegen. Man erkannte ihn endlich und trug ihn fuͤr tod nachHauſe. Durch gute Vorſorge ſeiner academiſchen Freunde kamer endlich in der Waͤrme wieder zu ſich ſelbſt, mußte aber dar-auf eine langwierige Krankheit ausſtehen, davon er nicht eherpollig genas, bis er ſich des Carls⸗Bades bediente. DieſeKrankbeit war, wie er ſelbſt meldet, ſeine rechte hohe theblogi-ſche Schule. In Nuͤrnberg, wohin er 170g zuruͤckkehrte, wur-de er bald dem Hrn. Prediger bey St. Egidien, Joh. ConradFeuerlein, wegen deſſen ſchwaͤchlicher Geſundheit zum Gehulfenin den Dienſtags⸗Predigten zugegeben. 1705 wurde er Mit-tag Prediger bey den Dominicanern, 1705 aber hat er den Be-ruf zum Diaconate bey St. Egidien bekommen. In dieſemJab re verheyrathete er ſich mit Igfr. Agatha, Hrn. Joh. Gra-fens, Seniors bey St. Sebald(ſiehe unſern ꝛſten Theil,)Tochter. Im Jahre 1711 wurde er als Diaconus in die Haubt-kirche zu St. Sebald, 1714 aber zum Seeler oder Antiſtes zuSt. Egidien beruffen, in welcher letzten Stelle er die daſige neueKirche mit einer beſondern Predigt 1218 eingeweihet, zugleichaber die gewoͤhnliche Inſpection uͤber das Gymnaſium bey St.Egidien gefuͤhret hat. 17a4 wurde er als Königl. Pohlniſcherund Churfuͤrſtk. Saͤchſiſcher evangel. Ober ⸗ Hofprediger nachDresden beruffen, wovon er ſelbſt alſo ſchreibt: Am 1724 ſten„Jahre iſt, wie bekannt, der richtige und goͤttliche Beruf zu dem„ſchweren Amte eines Ober⸗Hofpredigers, Kirchen⸗Raths und„Ober⸗Conſiſtorial⸗Aſſeſſors allhier an mich gelanget. Dieſer„ſetzte mich anfaͤnglich in viele Unruße und Beſtürzung, darauf„aber in einen groſſen Kampf mit GOtt und mit mir ſelbſt. Ich„fande zuletzt die klaren Merkmale des goͤttlichen Willens und ach-„tete mich im Gewiſſen verbunden, demſelbigen in demüthiger Zu-„verſicht und Gelaſſenheit gehorſamlich tu folgen. Ede er nachDresden abreiſete, hielt er horher zu Altdorf den 1zten Jun. 1724ohne Vorſitz ſeine trefliche Jnaug. Diſp. von der Verbindung derWahrheit mit der Froͤmmigkeit, worauf er auch ſogleich durch ei-ben öffentuchen Anſchlag die Doctor Wurde in der Theo-

Dod dd 3 ſogie