590 Matthaͤt.———aber ein Liebhaber gelehrter deute und ein renommirter kluger Kauf-mann geweſen. Er wurde 1651 Genannter, ſtarb den 14ten Sept.1667, und hinterlies Soͤhne.Oitde P. J. Marpergers erſtes Hundert gelehrter Kaufleu-te/ p. 85.
Matthai(Adam Rudolph Georg Chriſteph) ein recht—ſchaffener Proſelyt, war im Judenthume in dem Hofmarkt Furth,ebohren den éten Tag des Monden Adar(den sten Febr.) imahre 1715. Sein Vatter iſt geweſen Rabbi Jaidel, ein unterden Juͤden weitberuffener er Wesch Lehrer in Fuͤrth, und un-ſer Matthaͤi kriegte in der Beſchneidung den Namen Simon.Schon im 16ten Jahre ſeines A. gieng er nach Prag und ſſudiertedaſelbſt mit unermuͤdetem Fleiſe. Nachdem er verheyrathet war,erhielte er die Stelle eines Rabbi an eben dem Bes⸗Medraſch zuuͤrth, wo ſein Vatter ſtunde. Benebſt den Gefaͤllen bey derchule hat er ſich von der Privat⸗Unterweiſung juͤdiſcher Studen-ten einige 1000 ſſ. erůͤbriget, welche ihm aber die duden als erh zum chriſtl. Glauben bekennet, hinterhalten haben. Auf wasrt er zur Erkenntniß des wahren Meſſias gelanget iſt, beſchreibeter in der Vorrede zu ſeiner Beſchreibung des juͤdiſchen Sabbaths.Er entdeckte 1748 im April ſein Vorhaben, ein Chriſt zu werden,einem gelehrten und verſtaͤndigen Prieſter in Fuͤrth, der anjetzo-in Nuͤrnberg ſtehet und ihm mit gutem Rathe an die Hand gieng.Am andern Pfingſttage der Chriſten im beſagten Jabre wurdeſein Ausgang aus der Juͤdenſchafct bewerkſlelliget und er kammit einem Soͤhnlein gluͤcklich nach Nuͤrnberg. Hier wurde ervon dem nunmehrigen Hrn. Pred. Schoͤnleben unterrichtet undK fort mit ſeinem Soͤhnlein getauft. Nunmehro bekleidet erie Stelle eines Meßners an der Dominicaner⸗Kirche zu Nuͤrn-berg. Seine Frau hat er im Judenthume ſchwanger hinter-laſſen; weil ſie aber von den Juͤden, nachdem er zu ih-rem groſſen Erſtaunen die chriftliche Religion angenommen,alſobald von ihrem vorigen Aufenthalt, ohne zu wiſſen wo-bin, geſchaffet und endlich mit einer Tochter entbunden wor-den bat man in beben Jahren nicht erfahren, wo das bmm