Matthis. 39
—75ð᷑.——o[—— ͤ f——hingekommen iſt. Endlich iſt es durch ſonderbahre goͤttlicheSchickung entdecket und dem Vatter dadurch Gelegenheit gege-den worden, dieſes ſein Kind aus der juͤdiſchen Blindheit zu reiſ-ſen und zu der ſeeligmachenden Erkenntniß des wabren Meſſiasiu bringen. Weil nun verſchiedene chriſtl. Obrigkeiten, abſon—derlich ein hochloͤbl. Magiſtrat der Stadt Nuͤrnberg, ihme dazu.mit Nichdruck behuͤlflich geweſen iſt ihme ſelbiges nach vielerWeitläuftigkeit den ö6ten Jul. 17 6 ausgeliefert worden. Hier-auf hat er ſich bemuͤhet, daß es alſobald zur heil. Taufe mochtezubereitet werden, wozu das Kind, welches einen ſehr fähigenKopf hat, in wenig Wochen gelangen wird. Uebrigens hatunſer wackerer Matthaͤi herausgegeben:
Beſchreibung des juͤdiſchen Sabbaths nach ihrer Lehre und Ge-brauchen aus den talmudiſchen und rabbiniſchen Schrifftenvorgeſtellet; mit einer Vorrede Hrn. D. Joh. Jac. Pfitzers.Nuͤrnb. 1751. 4.„ N
Die Verderbniſſe des heutigen Juͤdenthums, nach ihrer wahrenBeſchaffenheit, aus den talmudiſchen und rabbiniſchenSchrifften. Nuͤrnb. 1752. 4.
Btſchreibung des juͤdiſchen Neujahr⸗Feſtes nach ihrer dehre undgewöhnlichen Gebraͤuchen aus den talmudiſchen und rabbini-ſchen Schrifften vorgeſtellet. Nuͤrnb. 177, 4. In der Vor-rede meldet der geſchickte Verf. daß er willens ſey, mehrereVeſchreibungen dieſer Art herauszugeben, wenn ſich ein Ver-leger dazu finde. 0 D. Baumgarten hat ſie ruͤhmlichſt recen-ſiret 5 fe. Nachrichten von merkwuͤrdigen Buͤchern, Sten Band,p. 466 ſq.
Man ſehe ein meßrers in Hrn. Andr. Wuͤrfels hiſtoriſchen
5.451 fac. von der ehemaligen Juͤden⸗Gemeinde in Nurnberg,
p. I21 ſqq.
Matthiaͤ und Matthias(Chriſtian) ein beruͤhmter Theo-
loge, war gebohren zu Meldorp in Dithmarſen im Jahre 1584.Den eigentlichen Tag ſeiner Geburt, ſo wie ſeine Eltern undeine Nachricht von ſeinen Jugend⸗Jahren hat man matt erfah-ren konnen. Auch weis man nicht, welche Unerſitaͤt er unterFfff 3 meh-