Band 
Zweyter Theil von H - M.
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592
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592 Matthiaͤ.mehrern, wo er geweſen, zuerſt beſuchet hat. 160) war er zuGrrasburg, und nennt D. Phil. Marbachen daſelbſt, ſeinenkehrer. Auſſer Strasburg nun und Wittenberg, wo er auchgeweſen, ſtudierte er, und zwar hoͤchſt vermuthlich, am laͤngſtenju Gieſſen, woer auch auſſer Zweifel die Magiſter⸗Wür de erhaltenhat. Wenigſtens lebrte er zu Gieſſen privatim die Phlloſophie,die er auch in dem Jahre 1609 und den folgenden im verſchie-denen offentlichen Diſputgtionen erklaͤrte. In der Theologiewaren ſeine Lehrer Joh. Winkelmann und Balth. Menzer, diehernach beſtaͤndige Freundſchafft und einen Brieſwechſel mitihm unterhielten. 1514 wurde er an Joh. Himmels, ſeines aca-demiſchen Freundes in Gieſſen, Stelle, Rector und Profeſſorder Theologie in dem Gymnaſio zu Durlach. Ale 1646 Jac.Schopper in Altdorf Todes verfahren, kamen verſchiedene be-ruͤhmte Maͤnner, unter andern auch Himmel und Calixtus zurtheologiſchen Profeſſion in Vorſchlag; es erhielte ſie aber, vor-nemlich durch den Rath und die Empfehlung des vortreflichenNuͤrnbergiſchen Theologen, Joh. Schroders, unſer Matthia, derdeswegen 1617 mit einer unter Joh. Winkelmann vertheidig-ten Diſp. inaug. contra Photinianos die theologiſche Doctor-Wuͤrde zu Gieſſen angenommen, und darauf den 25ſten Dec.ſeinen Collegen zu Altdorf vorgeſtellet worden iſt. Sein Amthat er 1618 mit einer Diſp. de paſſione jeſu Chriſti, die erauch deswegen inauguralem nennte, angetretten, und mit dembesen Lehr⸗und Diſputier-Fleiſe gefuhret. Sein Vortrag war

eſonders gruͤndlich und beredt, ſeine Theologie rein und ſeinerZuhoͤrer ſo viel, daß er ſie kaum ſetzen konnte. Dabey warenſeine Sitten ſehr ernſthafft, ſo daß ihn unſer Ge. Rem aufte-rum ſine cenſorem iuuentutis nennet. 1622 wurde er als Koͤ-nigl. Probſt oder Superintendent der Dithmarfiſchen Kirchenund Paſtor zu Meldorp in ſein Vatterland beruffen. Hier aͤnderteſich nach einiger Zeit ſein Gluͤck und er wurde, obne daß man diewahre Urſache genau angeben kan, bey der Unruhe des 30 jaͤh-rigen Krieges nach Crempe ins Gefaͤngniß gebracht, worinnener eine Erklaͤrung der Pſalmen geſchrieben hat. Er erhielte nachErkenntniß ſeiner Unſchuld zu Ende 1627/ oder im Jahre gene

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