176 Walther. Walwdert.
——Walther(Michael) ein gebohrner Nuͤrnberger, mußmit dem obigen beruͤhmten Doctor Waliher, oder deſſen Sohneia nicht vermiſchet werden, trieb die freyen Kuͤnſte und Philoſo-phie zu Altdorf, wohin er ſich den 2 Sept. 1672 begab, zuvoraber ſchon alda eingeſchrieben wurde. Wir wiſſen im uͤbri-gen nichts von ihm als daß er den 1 Nov. 1673 zu Altdorf eineRede gehalten, welche nebſt Cph. Molitors Einladung gedrucktworden, betitelt: nPaupertatis innocentia oratione defenſa. Alt. 1674. 4.
Walther von Walthenſtadt(Joachim Ernſt) ein ICtus,iſt den 19 Febr. 1687 zu Turerg ace e worden. Nachdemer die Doctorwuͤrde in beyden Rechten erlanget hat, wurdeer 1709 unter die Herren Advocaten zu Nuͤrnberg auf- 1713aber als Conſulent ſeiner Vatterſtadt angenommen. 1716wurde er Genannter des groͤſſern Rathes. Er gelangte zumAſſeſſorat im L. Stadtgerichte und ſtunde als Abgeordneter der Re-publik zu Wien. Nach dieſem legte er die NuͤrnbergiſcheDienſte nieder, gieng zur roͤmiſchen Kirche uͤber undwurde unter dem Namen Walther von Walthenſtadt inden Adelſtand erhoben. Er ſtarb als kaiſerlicher Rath zu Inſpruckim Jahre 1731. Seine Gemahlin, die er ſich 1716 den 3 Merzzu Nuͤrnberg beylegte, war Frau Magd. Margareth, Hn. Dr.Je Ge. Volkamer des II(ſiehe oben) Tochter, welche zu
ien mit Hinterlaſſung zweyer unter hochgraͤfl. Vormundſchafftgekommener Kinder erblaſſet iſt. Weil er 1713 unter dem Na-men Silvidor in die Pegneſiſche Blumen ⸗Geſellſchafft aufgenom-men worden, ſo gedenket ſeiner mit wenigen Amar. p. 65 1.
Walwert(Johann) ein Schulmann und Cantor, derein vortreflicher Didacticus ſoll geweſen ſeyn/ kam auf die Weltzu Nuͤrnberg den 19 Dec. 1661. Sein Vatter, Jonas Paul,war ein Schellenmacher allda. Nachdem er zu Jena und Altdorfden Studien obgelegen, kam er 1690 in das Seminarium derCandidaten zu Nuͤrnberg und wurde ſodann 1592 Cantor undCollege der lateiniſchen Schule zu Altdorf. Hier blieb er bisNez/ da er wegen der Bayriſchen Kriegsunruhen dach Rürnd n
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