Wandereyſen. Wandersleben. 177zog und anfangs der achte oder unterſte College an der Sebalder-Schule daſelbſt, 1705 zugleich Cantor wurde und hernach 1708in die vierte Klaſſe fortruͤckte. Er ſtarb ohne Kinder den 12 Jun.1727 ploͤtzich und aus Verdruß oder Schrecken, weil er fuͤr eineSchuld von etlichen tauſend Gulden als Buͤrge hafften mußte.Nu fſer den Spruͤchen Salomonis, die er in einem ganz wohl ein-ger chteten Buchſtabier⸗ und Leſebuͤchlein, ſo noch immer aulgelegetwird, 1710 edirte, hat er mit Hn. Pred. Joh. Wuͤlfers Vorredeein Communion-⸗Liederbuch herausgegeben, betitelt:
Gott geheiligter Chriſten Tafelmuſik. Nuͤrnb. 1718. laͤngl. 12.Siehe Acta ſchol. ten Bande, p. 562.
Wandereyſen(Peter) ein gelehrter Nuͤrnberger, ſtu-dierte zu Wittenberg wurde daſelbſt Magiſter und ſchrieb:Epithalamium ſcriptum Cph. Mylio de Berneck, et Annae, Hier.
Zorn, quaeſtoris Witt. filiae. Witteb. 1559. 4·
Wandersleben(Oßwald) ein Geiſtlicher iſt zu Greuſ-ſen in Thuͤringen im Jahre 1594 gebohren worden. 1621 wurdeer zur Nürnbergiſchen Pfarre Engelthal befoͤrdert und nahm dar-auf die Magiſterwürde zu Altdorf an, diſputirte auch noch in die-ſem Jahre und als Pfarrer zu Engelthal unter Ge. Rittern deSpiritu S. et eccleſia, ſo eine von den diſpp. de ſymbolo apoſtol.war; gleichwie er abermal als Magiſter und Paſtor mit D. Ge.Koͤnigs Beyſtand die 7te diſp. in centuriis uindiciarum ſacrarum,ſo 1628 zuſammen gedruckt worden, vertheidiget hat. VonEngelthal kam er 163 1 als Diaconus zu St. Egidien nach Nuͤrn-berg und kriegte dazu 1632 die Veſperpredigten in der Auguſtiner-Kirche. 1654 den 4 Nov. wurde ihm, nebſt M. Ge. Streng,(ſiehe den 3 Theil) die Kanzel verbotten und beyde gefangen ge⸗—ſetzet, weil ſie aͤrgerlichen Lebens und uͤbel gefuͤhrter Haͤndel mitder Wittwe eines gewiſſen rechtſchaffenen Mannes uͤberzeuget wa-ren. Wandersleben blieb ſeines Amtes ganz entſetzet, und wurdeihm von der Obrigkeit mehrers nicht, denn eine Steuer zu einem
Hauszinß, verwilliget. Er hat alſo ſein Leben mit UnterweiſungAa 2 der