224 Weſenbeck.waren. Unſer Peter lernte bey ſeinem Vatter die Anfangs-gruͤnde der Gelehrſamkeit und Rechtswiſſenſchafft. Zuerſt mager zu Leipzig ſtudiert haben, wo er 1564 angetroffen wird. 1566war er zu Hauſe bey ſeinen Eltern, und es erhellet aus einemBriefe des beruͤhmten Victorin Strigels, den er aus Leipzig anihn geſchrieben, als habe ſich unſer Peter der Theologie gewid-met. Gleichwol iſt aus der Folge ſeiner Lebensgeſchichte zu erſe-ben, daß er dieſen Entſchluß wieder abgeaͤndert habe. 1567 warer in Frankreich, ſiudierte zu Orleans und hat daſelbſt die fran-zjöſiſchen Unruhen mit erlebet. Da aber die deutſchen Studentenvom Könige ſicher Geleit erlanget, gieng er mit einem Bruderdurch Burgund und Elſaß uͤber Strasburg und kam 1568 inHeidelberg an. Hier hielte er ſich Studierens wegen eine gerau-me Zeit auf, war ſehr vertraut mit dem ſchon erwähnten Victo-rin Striegel, der Matthaͤi Weſenbecks Schwager war und in-zwiſchen nach Heidelberg kam, wohnte auch in deſſen Haus undwar 1569 bey ſeinem Tod. Weil Matthaͤus Weſendeck Pro-feſſor zu Jena war, ſo wird es wol dadurch geſchehen ſeyn, daßunſer Peter ſich dahin begab. Hieſelbſt nahm er dann 1574den 3 Febr. die Doctorwuͤrde in den Rechten unter dem Deca-nat D. Matthi. Colers an und iſt gleich darauf den 20 Febr. zumNele Juris allda beſtellet worden. 1578 reiſte er mit dem
ector der Jenaiſchen Akademie, Friedr. Penſold, nach Sal-feld, um Anſtalten zu machen, daß dahin wegen der in Jena graſ-ſirenden Peſt die Univerſitaͤt aufeinige Zeit koͤnnte verleget werden;o auch geſchehen iſt. 1581 bis in den Anfang des folgendenJahres war er ſelbſt Rector zu Jena und vertrat auch noch ſeinesim Rectorate verſtorbenen Nach olgers, Andr. Ellingers, Stelle.Sonſt war er auch noch Beyſitzer im Hofgerichte und dem Schoͤ-pfenſtuhl zu Jena. 1587 den 23 Apr. zog er als Profeſſor Codi-cis nach Wittenberg an ſeines Vettern Matthaͤi WeſenbecksStelle, und wurde Beyſſtzer im geiſtlichen Conſiſtorio, im Schoͤ-pfenſtuhle und am Hofgerichte daſelbſt. 1789 hat er fünf Docto-res Juris zu Wittenberg creiret. 1 591 den 25 Nov. hat er ſeinesGewiſſens wegen umErlaſſung aus demConſiſtorio und andern ge-meinen Berathſchlagungen derliniverſitaͤt gebetten und ſelbige 0 40
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