Band 
Vierter Theil von T - Z.
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225
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Weſenbeck. 225

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erhalten. In ſeinen uͤbrigen Dienſten blieb er zu Wittenberg bisden 6 Merz 1592, da er dann, weil er die Concordien⸗Formelnicht annehmen wollte, dimittiret worden iſt. Er begab ſich hier-auf nach Zerbſt; und weil er von etlichen Fuͤrſten, Grafen undAdels ⸗Perſonen Beſtallung hatte, diente er denſelben mit Advo-ciren und Rathgeben, lebte im ubrigen allhier ſo lange fuͤr ſich,bis er noch in bemeldtem Jahre an des beruͤhmten Hugo Donel-lus Stelle als Profeſſor Primarius nach Altdorf beruffen wurde,wo ihn den 25 Sept. die Herren Curatoren der Akademie vorſtell-ten. Er machte ſich hier gar wohl verdient und hat es unter an-dern ausgewirket, daß der Juriſten⸗Facultaͤt zu Altdorf ein eig-nes Siegel ertheilet wurde, nachdem vorher nur die Akademieuͤberhaubt und die philoſophiſche Facultät mit dergleichen verſehenwar, auch die vorhergehenden Profeſſores Juris ihre Conſilianur unter ihrem Privat⸗Siegel ausſtellten. 1594 uͤbernahm erdas Nectorat der Hohenſchule allhier. 1595 ſind ihm von Chur-pfalz anſehnliche Bedingniſſe und Rathsdienſte angebotten wor-den, die er aber nicht angenommen hate, weswegen er vonNuͤrnberg ein Praͤſent erhielte, zumalen er ſich auch als Conſu-lent in Wpdlich aber Seng von der Republik hat gebrauchenlaſſen. Endlich aber gieng er doch von Altdorf weg und nachCoburg, und zwar, wie in der Altdorfiſchen Profeſſors Matrikelſteht, den 9 Nov. 1598. Es wurde ihm zu Ehren ein Schrifftgedruckt und davon 65 Exemplare nachgeſchickt, betitelt; Acade-miae Altorphinae pius, ſ. carminum liber Petro Wieſembeciodiſcedenti ſcriptus.(Norimb. 1599. 8.) Zu Coburg wurde erofrath, Aſſeſſor am Landgerichte und endlich Ordinarius imchoͤpfenſtuhle. Er ſtarb alda den 27 Aug. 1503. Aus derLeichpredigt, die ihm von dem Coburgiſchen Superintendentenuͤber die Worte Pred. Sal. 11. Wie der Baum fallt ꝛc. ge-halten worden, iſt zu erſehen, daß er in Religions Sachen mituns in zweyen Puncten von der Perſon Chriſi, ſonderlich aberim Puncte vom H. Abendmahl nicht einig geweſen und von Ju-gend auf in dem Calviniſchen Irrthume erzogen worden, zu wel-chem ſich auch die Seinigen gewendet haben. Wer uͤdrigentſeine Frau geweſen, die er als Wittwe hinterlaſſen, wiſſen wirG9 2 nicht