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——.———eben wollte, gieng er heimlich davon und beſuchte ſeine Lehrmei-er zu Tuͤbingen und Stras urg. Weil er zwo Reden des Iſo-
krates uͤberſetzet hatte, b⸗achte er ſie dem Oporin zu Baſel, der ihn
den ganzen Iſokrates uͤberſetzen lies. So mittelmäſſig diefe Ueber-ſetzung gerathen war, ſo brachte ſie ihn doch ſehr in Credit, daßihm theils die Strasburgiſchen Lehrer, Buzer, Fagius, Pet.
Martyr und Joh. Sturm allen Zutritt erlaubten, theils einige
Augsburger zur Aufſicht anvertrauet wurden, deren Studien er
jwey Jahre in Baſel vorgeſtanden iſt und daneben des Demoſthe-
nes Reden uͤberſetzet hat. Darauf fuͤhrte er ſeine Untergebne nach
Paris, wo er zwar den Pet. Ramus und Adr. Turnebus zu Freun-
den, aber auch viele Feinde bekam, wiewol ſich einige Landsleute
ſeiner annahmen. Doch es war ihm zu Paris nichts recht undalles verdaͤchtig, und er machte ſich demnach zu Fuß wieder nach
Baſel, wo er eben nicht zum guͤnſtigſten aufgenommen wurde, ſodaß er in gar ſchlimme Umſtaͤnde gerieth, indem es nirgend mit ihmfort wollte. Beyldufig muͤſſen wir anmerken, daß es ganz falſchſey/ wenn einige Nachrichten mit noch ſo vielen Umſtaͤnden melden,er habe auch auf italiaͤniſchen Univerſitaͤten ſtudieret. Von Baſelaber gieng er nun weiter und machte ſich uͤber Kaufbayern, wo er gute
Siet Beialel nach Augsburg, um nach Hauſe zu geden. Allein
ixt Betuleius und die gelehrten Patricii und Befoͤrderer der Ge-lehrten, Joh. Baptiſt und Paul Hainzel, bewogen ihn, in Augs-burg ſein Unterkommen zu ſuchen. Dieſes zeigte ſich bold, indemihn Joh. Frbd Fugger zum Aufſeher ſeiner wichtigen Bibliothekbeſtellte. Er blieb 6 Jahre im Fuggeriſchen Hauſe und wendete die
Zeit zu Ueberſetzungen der griechiſchen Autoren an. Indeſſen han-
delten die Scholarchen in Augsburg unter der Hand mit ihm, daß
er ſich zum Profeſſor auf ihrem unlaͤngſt errichteten Gymnaſio undzu deſſen Aufſeher moͤchte gebrauchen laſſen. Weil er nun ſchonlange mit Profeſſors Gedanken umgegangen und wohl gemerket, daßdie Fuggeriſche Familie ſeiner uͤberdruͤſſig war, er ſich auch ein-fallen lies, es waͤre leicht, ein akademiſches Gymnaſium darauszu machen, ſo lies er ſich auf Jahre ein. Allein auch hier fandeder gute Wolf wenig Vergnuͤgen. Er veraͤnderte zwar die von
Betuleio ſo bedaͤchtlich eingefuͤhrte Lehrart; weil er ſie aach
na