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—————nach akademiſchen Umſtaͤnden eingerichtet wiſſen wollte, zu welchenſich die Verfaſſung der Stadt Augsburg nicht reimte, ſohatte er nichts als Verdruß und Widerwillen, den er auch bey allenGelegenheiten in Schriften berausgelaſſen hat. Und doch hatteer nicht ſo viel Muth, die angebottene Profeſſion in Altdorf, odereine Stelle zu Koͤnigsberg und Strasburg anzunehmen. EineZeitlang hatte ihn Ur. Fugger in ſeinem Hauſe und am Tiſche:ullein da es mit demſelben wegen ſeiner ſchlechten Haushaltung uͤbelausgieng, mußte er mit ſeinem Verdruſſe eine eigne Oekonomiefuͤhren, welches, nebſt der Verheirathung einer Baaſe, ihngewaltig in die Enge gebracht, daß er endlich, weil er ohnedemwenig Z eit und Gedult mehr zum Leſen gehabt, ſeine Bibliotheknach Lauingen verkaufte. Mit ſeinen griechiſchen Ueberſetzungenund ſeinem Schulamte brachte er ſeine Zeit zu bis in das Jahr1080, daer den 8 Oct. von Steinſchmerzen ganz verzehret, ſeinenGeiſt aufgegeben hat und von der Hainzeliſchen Familie in ihremFamilien ⸗Grab zurErde beſtattet, auch mit einem noch zu ſehendenſchönen Denkmahl beehret worden iſt. Es iſt faſt zu vermuthen,daß er Magiſter geweſen, und er ſoll es nach einiger Nachricht inBaſel geworden ſeyn; ohngeachtet wir nicht finden koͤnnen, daßer ſich iemals ſo geſchrieben, und der gelehrte Hr. Paſt. Brucker,der ſein Leben am richtigſten erzaͤhlet, auch nichts davon ge-denket. Uebrigens ſind und bleiben ſeine Verdienſte um die roͤmi-ſche und griechiſche Literatur ungemein groß, ſeine Ueberſetzungenund Sten ohen der alten Schrifftſteller gehoͤren nach dem Urtheilder groͤßten Maͤnner unter die beſten, ohngeachtet ſie an Guͤteeinander nicht alle gleich ſind, welches er ſelbſt gewuſt und zu ver-beſſern geſucht hat; und weil er eine vollkommene Wiſſenſchafft inbeyden Sprachen, der griech. und lat. hatte, ſo war er auch inbeyden ein ziemlich gluͤcklicher Dichter. Will ihn ein neidiſch erFranzoß klein machen, ſo erheben ihn andere Franzoſen und Aus-laͤnder unter die Sterne der erſten Groͤſſe. In ſeinem Beruff warer uͤberaus fleiſig, in ſeinem Gemuͤthe ehrlich und in ſeiner Lebens-art maͤſſ. g und beſcheiden. Seine Fehler waren ein melancholiſchesund misvergnuͤgtes Temperament und eine uͤbertriebene Liebe zurSterudeuterey. Er blieb allezeit 17 Der Kaiſer From7 5 2