Band 
Vierter Theil von T - Z.
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296
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296 Wuͤlfer.erklaͤrten ihm hier noch einige Theile der Rechtsgelahrtheit; Hr.Dr. Weis die gerichtliche Arzueykunſt; und Hn. Dr. Adelbulnerndeſuchte er in der Experimental⸗Phoſik. 1756 hielte er allda ſeineInaug. Diſp. de diviſione legitim, ob modiram laeſionem necimpugnanda, nec reſcindenda, nec reformanda, ad ill. leg. 3.C. Comm. utr. iud. womit er die Licentiaten Würde uͤberkam.Sogleich iſt er auch als auſſerordentlicher, und 1757 als ordent-licher Advocat zu Nuͤrnderg angenommen worden.

Wuͤlfer(Daniel) ein beruͤhmter und ſehr verdienterTheologe, erblickte das Licht der Welt zu Nurnberg den 3 Jul.1517. Sein Vatter, Adam, daſiger Almoß⸗Muͤller„ warvon Schoͤnbach in Boͤhmen gebuͤrtig, wo der ſel. Hr. Predigernoch viele Befreundte hatte, die mit ihm Briefe wechſelten,darunter ſonderlich Raymund Wulfer, Abt det Kloſters Tepelund General Viſitator durch Boͤhmen und Maͤhren, war.Die Mutter war Doroth. Baudnerin von Sulzbach. Manhielte ihm anfangs Privatlehrer, und da er mehrers erwachſen,übergab man ihn dem beruͤhmten und fleiſigen Rector bey St. Lor.Georg Schroͤder. Von dannen kam er in das damals neu an-gerichtete Gymnaſium zu St. Egidien und brachte es durch denUnterricht des wackern Rect. Joh. Gravens ſoweit, daß er fuͤrtuͤchtig erkannt wurde, die Univerſitaͤt zu beziehen. Er gieng alſo1634 nach Jena/ hoͤrte die beruͤhmten Maͤnner, Slevogt, Ger-hard, Dilderr und Stahl, welchen letztern er das meiſte ver-dankte. 1636 begab er ſich nach Altdorf, wurde 1637 Magiſterund bediente ſich ſonderlich in der Theologie Dr. Ge. Koͤnigs Lehremit groſſem Nutzen. 1638 zog er wieder nach Jena, zeigte ſichdaſelbſt nicht nur als Praͤſes auf dem Katheder, ſondern auchmit Predigten auf der Kanzel, machte ſich dadurch beruͤhmt undbey den damaligen Profeſſoren ſehr beliebt, laſe auch Privat-Collegia und hatte einen nicht geringen Beyfall. Als aber 1640ſein Vatter ſtarb, kam er wieder nach Hauſe, und bewies indeſ-ſen durch verſchiedene Diſputationen, die er unter Dilherrn theilszu Jena, theils aber und meiſtens zu Nuͤrnberg in dem neu errich-teten Egidiſchen Auditorio hielte, wie wohl er ſeine Zeit 175

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