Band 
Vierter Theil von T - Z.
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374 Jeltner.

dem akademiſchen Geraͤuſche hetaus begeben und nach mehrererRuhe ſebnen mußte. Er verlangte nach dem ſiillen Landleben,bey welchem er gar gerge noch Gott in ſeiner Kirche dienen woll-te. Und ſo geſchahe es dann, daß er in gedachtem Jabre nachſeinem Wunſch zu einem ſelinen und merkwuͤrdigen Exempelaus einem hochverdienten vorderſten Profeſſor der Theologie einDorfpfarrer in dem obnweit Nuͤrnberg gelegenen anſebnlichenDorfe Peppenreut wurde Auch allda aber legte er ſeine geſchick-te Feder nicht nieder, ſondern verfertigte unter treuer Verwal-tung ſeines Hirtenamtes noch verſchiedene nützliche Schrifften.Em Theil ſeiner Sorgen war auch auf die Bekehrung des luͤ-diſchen Velkes gerichtet„ wozu ihm ſeine greſſe Erfahrenheitin den rabiniſchen und talmud ſchen Schrifften, ſo wie das, ſeinerPfarre nahe gelegene, Furth Gelegenheit gab. Seine Correſpon-denz war, wie ſein Umgang, leuiſelig und lehrreich. Er lebte ſeit 1701mit Frau Katharina Barbara, eines Nuͤrnbergiſchen Kaufmanns,Hn Joh. Ge. Seitzmaiers, Tochter, in einer veranugten, aber un-fruchtbarn Ehe. Dieſe ſeine Gemahlin und Wittwe iſt nochdermalen am Leben; er aber iſt den 20 Jul. 1238, nachdem ervon einem Schlagfluß hart getroffen worden, durch einen ſeligenTod zur Freude ſeines Erlöſers eingegangen. Bey der am 27 Zul.angeſtellten Leiche durften ſeinem genauen Verbote gemäß keineGedichte ausgetheilet werden. 1740 iſt ihm zu verdienten Eh-ren von Hn. M. Joh. Carl Lochner eine öffentliche Lobrede inNuͤrnberg gehalten worden, wozu der Hr. Pred. und Prof.Joach. Negelein eine Einladung geſchrieben bat.(S. unſern3 Theil, p. 19.) Ehe wir ſeine Schrifften anzeigen, iſt nicht zuvergeſſen, daß er ſich ehemals vorgenommen habe, bey ſeinenwenigenErgoͤtzungs Stunden ein nuͤtzliches Werk de typosraphiiszMoſtribus et priuatis auszuarbeiten, zu welchem er auch allerhandNachrichten fleiſig geſammlet hat. Alleine andere Geſchaffte undſein zunehmendes Alter verhinderten die Ausfertigung. Hingegenbrachte er ein anders wichtiges Werk noch vor ſeinem Ende in ſeinenNebenſtunden zu Stande, nemlich Vitas eccleſiae NorimbergenſisAntiſtitum. Von dieſen beyden Werken wollen wir ſeine eigneWorte anfuͤhren, die er in einem kurz vor ſeinem Tode an bee-