Band 
Vierter Theil von T - Z.
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Feltner. 333

Das Studium biblicum war ſeine Haubtarbeit, und hatte erdurch ſtete Uebung eine ſolche Staͤrke in der Auslegung der H.Schrifft erlanget, daß ihm wenige hierinnen gleich zu achtenoder vorzuziehen ſind; wie hievon nebſt ſeinen vielen exegetiſchenDiſputationen, ſo wol die mit ſo vielen treflichen Anmerkungenvon ihm herausgekommene Alldorfiſche oder Zobeliſche Bibel,als auch das, was er zu dem ſogenannten Weimariſchen Bi-belwerke beygetragen hat, ein unwiderſprechliches Zeugniß able-gen. Aus Hn. Joh Leonhard Froͤreiſens zu Strasburg 174 gehalte-nen Diſp. welche ludicia de iis, qui ſeculo praeſenti ſtudio ex-egetico profuerunt, enthalt, verdient wol folgende Stelle zumLob desſel. Hn. Doctors hieher geſetzet zu werden. Sie heiſt: Longeperſpicaciore iudicio(quam ſoach. Langius) exegetico praedi-tus fuit G. G. Zeltner, Iheologus Altorf. cui primum inter di-ſcipulos ſuos locum conſtanter adiudicauit magnus et incom-parabilis Danzius- et hoc quidem iudicium Danzius de Zelt-nero tulit iure optimo maximo. Praeferendus enim eſt Zelt-nerus omnibus fere Exegetis ob breuem et nihilominus claramatque concinnam ſeriben ii rationem, qua inprimis ſe commendanteius annotationes, quibus SS. libros illuſtrauit inBibliis German. an-no ſeculi huius irigeſimo editis, in quibus, quae in uerſione“Lutheriemendanda ipſi uiſa ſunt, modeſtiilime et ſolidiſſime indicauit,multis que Script. locis pauciſſimis uerbis clariſſimam lucem affudit.Seine vornehmſte Nebenarbeit, in welcher er ſeine Erquickungund Ergoͤtzlichkeit ſuchte, war die Kirchen ⸗ und Gelehrten ⸗Hi-ſtorie, ichen der was unſre beruͤhmte Vatterſtadt Nuͤrnbergvon den Zeiten der Reformation her angieng, worinnen er ei-ne ausnehmende Wiſſenſchafft beſaß, welches ſeine hieher ge-boͤrige Schrifften und Leben verſchiedene Nuͤrnberger beſtaͤrken,die wir alle zum beſondern Vortheile dieſes Werkes gar offtegebrauchet haben. Einen ſo groſſen und unermuͤdeten Lehrernun zu verliehren, konnte der Univerſitaͤt Alidorf nicht gleich-giltig ſeyn. Es geſchahe aber dieſes im Jahre 1730, da dieuͤberhaͤuften Anfaͤlle ſeiner Krankheit und die vielen Arbeiten,nebſt dem hereinbrechenden Alter, ſeine ohnedem geringe Leibes-kräfften dergeſtalt geſchwaͤchet hatten, daß er ſich endlich aus

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