Band 
Vierter Theil von T - Z.
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455
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Plankenthal. 475

—————wir ſeiner hier gedenken, war aus Franken von Langendorf ge-buͤrtig und hat zu Wittenberg ſtudieret, woſelbſt er die Magiſter-wuͤrde angenommen hat. Um 1526 kam er nach Nuͤrnberg,wo ihm wider Vermuthen von einem ſeiner Befreundten durcheine Erbſchafft eine Druckerey zu Theil wurde. Durch ſeine Hei-rath wurde er der Stiſpatter des beruͤhmten Lor. Duͤrnhofers.Die Gelehrten wiſſen die deutſchen, lateiniſchen und griechiſchenBuͤcher, die in ſeiner Officin gedrucket und von ihm ſelbſt cor-tigiret worden, ſehr wohl zu ſchaͤtzen; und unter denſelben in-ſonderheit das Corpus Iuris Haloandrinum, darzu der Rath zuNuͤrnberg die Kaſten hergeſchoſſen und welches Petreius in denahren 1529 und 1430 unter der Preſſe gehabt, auch uͤber ſel-iges vom Kaiſer Carl dem V. ein Privilegium erhalten, mitdieſem Lobſpruch, daß er von vielen Jadren her die beſten Au-tores mit gutem Fleiß gedrucket habe. Nebſt gar vielen nuͤtzli-chen Buͤchern, beſonders vielen Bibeln, lies er auf eigne Ko-ſten den Vitruvius in das Deutſche üͤberſetzen„und unter der Auf-ſicht ſeines Schwagers, Joh. Neudoͤrfers des altern, 1548 zum Bor-ſchein gelangen. Seiner Verdienſte wegen dedicirten ihm dieGelehrten ihre Buͤcher, und Melanchthon correſpondirte mitihm. Die Druckerey erbte ſein Eidam, Gabriel Hayn, der ſieunter dem bekannten Zeichen ſeines Schwehers fortfuͤhrte. SeinLeben aber erſtreckte ſich bis den 18 Merz 1570. Er batte dieverdiente Ehre, daß man ſeinen Grabſtein mit folgender in Me-tall gegoßnen Aufſchrifft bezierte: öIngenuas clarus fouit Petreius artes,Et coluit uera relligione Deum.Profuit officio multis et iuuit egentes.Nunc cubat hic corpus, ſpititus aſtra colit.Siehe Reuſchens Nachricht von den Buchdruckern in Nuͤrn-berg, vor Erneſti wohl eingerichteter Druckerev. Doppelm.und Trechſels Joh. Kirchhof, p. 373 ſq.

Plankenthal(Seyfried) der geiſtlichen Rechte Doctor,lebte im 1pten Jahrhunderte, r der Stadt Nuͤrnberg a.un 2 0