Schreck. 473—————— b——— ſ—————unter Anfuͤhrung des Hn. Proſectors Jacobi. Er unterliesauch nicht, ſich des gelehrten Unterrichts der daſigen berühmten.Männer theilhafftig zu machen. Nach einem halbiaͤhrigen.Aufenthalt ſetzte er ſeine Reiſe weiter nach Frankreich fort und giengim Merz 1754 nach Paris. Daſelbſt beſuchte er die groſſen Spi-taler und hatte Gelegenheit, verſchiedene ſchwere Verrichtungen vonden beruͤhmten Wundaͤrzten, Morrand, Morreau, Andailletu. a. m. an lebendigen Koͤrpern machen zu ſehen. Auch beſuchteer die oͤffentlichen Hoͤrſäle der Herren Petit und Ferrein in derMedicin, D. de la Faye, Garengeot und Louis in der Chi-rurgie, und des beruͤhmten Abt Nollets in der Naturlehre.Hauotſächlich aber ſuchte er ſich des botaniſchen Unterrichtsder Gebruͤdere und Profeſſoren, D. de Juſſieu, in dem Königl.Garten zu bedienen. Er ſchrieb ſich auch ein Verzeichnißder vortreflichſten im beſagten Garten befidlichen Kraͤuter zu-ſammen und beſuchte unter Begleitung Hn. Bernbard de Juſſieudie um Grun herum liegende Gebuͤrge und Gegenden mir bota-niſchen Excurſionen. Durch Beſuchung der Naturalien ⸗ undRaritaͤten⸗ Kammern erhielte er Gelegenheit, mit dem beruͤhm-ten D. de Reaumur bekannt zu werden. Er ſahe auch die umParis liegenden Schloͤſſer und Merkwuͤrdigkeiten und kehrte nach7 Monaten wieder nach Strasburg zurück, begab ſich in dasſoge nannte franzoͤſiſche Spital und brachte den Winter mit Be-ſuchung der Kranken, Zubereitung der Anatomie und chirurgi-ſchen Arbeiten zu. Nach dieſem machte er ſich den Unterrichtund die Bekanntſchafft Hn. Prof. Boͤcklers und Spielmannsſonderlich in der Botanik zu Nutzen, durchſuchte mit ihnen dieumliegenden Gegenden und Elſaſſiſchen Gebuͤrge, wechſelt auchnoch dermalen Briefe mit ihnen. Endlich gieng er im Aug.17 J zurück in ſein Vatterland, und wurde noch ſelbigen Jahrsin das Nurnbergiſche Collegium Medicum als ordentlicher Phy-ſicus aufgenommen. Hier lieſt er den Chirurgis einige Collegiaund hielte auf dem auatomiſchen Theater eine Demonſtration.
Pp p 3 Seyfried